TSV KK verlässt die Abstiegsränge

Aber gemischte Gefühle nach dem 2:2 in Eldagsen

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide steht in der Fußball-Landesliga erstmals in dieser Saison auf einem Nichtabstiegsplatz. Mit einem 2:2 bei Mitaufsteiger FC Eldagsen blieb das Waldsee-Team zum dritten Mal in Folge ungeschlagen. Dennoch waren beim Team nach dem Schlusspfiff gemischte Gefühle vorhanden.
Zu einem relativ frühen Zeitpunkt des Spiels war der TSV KK in Rückstand geraten. Eine Unkonzentriertheit nutzte Eldagsens Yannick Gronau aus. Er schoss aus rund 30 Metern auf das Tor, dessen Wächter Jan-Hendrik Helms etwas zu weit vor demselben stand. Der Ball schlug ein, und die Heimelf lag vorne. Die Krähen benötigten eine gewisse Anlaufzeit, um in das Spiel zu finden, wussten sich
dann aber umso mehr zu steigern. Kurz vor dem Seitenwechsel gelang der Ausgleich. Nach einer Rechtsflanke von Philipp Schmidt köpfte Alexander Dosch den Ball zum 1:1 ins Netz. In der zweiten Halbzeit waren die Gäste das feldüberlegene Team und erspielten sich einige gute Gelegenheiten. Der schönste Spielzug entstand nach einem Freistoß von Sebastian Helms. Marc
Ulrich und Philipp Schmidt spielten sich den Ball wiederholt per Doppelpass zu, der Abschluss durch Wladislaw Schmidt blieb jedoch ohne Torerfolg. Später lauerte Alexander Dosch nach einem Schmidt-Freistoß am langen Pfosten, verfehlte die scharfe Hereingabe knapp. In der 72. Minute wurden die Angriffsbemühungen der Krähen belohnt. Mit einem Schuss von links ins lange Eck sorgte Daniel Mücke für das 2:1. In der Schlussphase sprach viel dafür, dass der TSV KK geradewegs dabei war, auf einen weiteren Auswärtssieg zuzusteuern. Beim mitgereisten Anhang freute man sich mit dem Team über die in Aussicht stehende Ausbeute von sieben Punkten aus den letzten drei Spielen. Es musste nur noch die Nachspielzeit überstanden werden. Diese begann mit einer Szene, die vor allem für KK-Keeper Helms schmerzhaft war. Ein Eldagser Spieler flog mit gestrecktem Beim in Richtung des Krähenwinkeler Schlussmanns. Beide Protagonisten hatten dabei Glück im Unglück. Der FCE-Akteur, weil der Schiedsrichter beide Augen zudrückte und es bei einer Gelben Karte beließ; Helms, da er mit dem Schrecken sowie einer durch das Knie verursachten Beule davongekommen war. Als sich die Nerven aller wieder halbwegs beruhigt hatten, ging es in die letzten Sekunden der Begegnung. Dann kam Minute 94 – jene Minute, in der der TSV KK zwei Wochen zuvor zum umjubelten 1:1-Ausgleichtstreffer gegen den HSC gekommen war. Diesmal wurde die 94. Minute den Krähen allerdings zum Verhängnis – denn Christian Marx traf für den FC Eldagsen in allerletzter Sekunde zum Endstand von 2:2. Das Spiel wurde danach gar nicht wieder angepfiffen, und die eingangs erwähnten gemischten Gefühle machten sich beim TSV KK breit. Die Krähen schwankten zwischen Zufriedenheit, da man auswärts einen Punkt geholt hatte und zum dritten Mal in Folge ungeschlagen blieb, und dem Ärger darüber, den Sieg, den man so dicht vor den Augen hatte, doch noch aus der gegeben zu haben. Zudem vermischte sich der Ärger, dass der FC Eldagsen den Ball vor dem 2:2 nicht ins Aus gespielt hatte, obwohl ein KK-Spieler verletzt am Boden lag, mit der Selbstkritik, es nicht geschafft zu haben, das Spielgerät bis zum Schlusspfiff in den eigenen Reihen zu halten. Letztendlich wird die Mannschaft mit ihrem Trainerteam die positiven Aspekte dieses
Spiels hervorheben und zuversichtlich am nächsten Sonntag, 27. September zum dritten Auswärtsspiel in Folge fahren. Erneut geht es zu einem Mitaufsteiger. Ab 15 Uhr trifft der TSV Barsinghausen auf den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide im Duell der Bezirksliga-Meister der Staffeln zwei und drei.

Mannschaft: J. Helms, A. Ulrich (ab 79.Bart), Döpke, P. Schmidt (ab 65.Linnemann), S. Helms, W. Schmidt, Schütz (ab 89.Heider), Mücke, T. Schmidt, Dosch, M. Ulrich Trainer: Schülke
Tore: 18.1:0 Yannick Gronau, 43.1:1 Alexander Dosch, 72.1:2 Daniel Mücke, 94.2:2 Christian Marx