TSVKK-Serie gerissen

Krähen verlieren daheim gegen die TSV Burgdorf

Irgendwann musste es ja einmal passieren. Nachdem der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide in der Fußball-Landesliga seit fast fünf Monaten unbesiegt geblieben war, hat es das Team nun erwischt. Das Heimspiel gegen die TSV Burgdorf ging mit 2:3 verloren.
Dabei hatten sich die Krähen, die so glänzend in die Saison gestartet waren, fest vorgenommen, auch den fünften Spieltag erfolgreich zu gestalten. Allerdings war die Aufgabe, die dem Team an diesem Sonntag ins Haus stand, vor allem psychisch keine leichte – denn mit den Burgdorfern
war eine Mannschaft an den Waldsee gereist, die bis dato alle Spiele verloren hatte und mit null Punkten an vorletzer Stelle der Tabelle rangierte.
Und es gab einige Situationen in Krähenwinkel, die die Burgdorfer glauben ließen, das erste Erfolgserlebnis erneut verschieben zu müssen. Denn nach einer Viertelstunde war es der TSV KK, der das erste Tor in diesem Spiel erzielte. Marcel Kunstmann sorgte dafür, dass auf der linken Seite der Anzeigentafel eine Eins erschien. Dass daneben weiterhin die Null prangte, hatten die Krähen ihrem Torhüter zu verdanken. Zweimal hatte Jan Helms Eins-gegen-Eins-Situationen gemeistert, als zunächst Jason Mau, später Tobias Schmitt auf ihn zugelaufen waren. Doch in der 36.Minute war auch Helms geschlagen. Jonas Künne brachte den Ball vor das Tor, Tobias Schmitt lauerte am zweiten Pfosten und köpfte ungehindert zum 1:1 ein. Nach dem Seitenwechsel besaßen die Hausherren einige Gelegenheiten, um erneut in Führung zu gehen. Renè Legiens Freistoß ging knapp über das Tor, Tjark Miener verwertete eine starke Vorarbeit von Philipp Schmidt nicht,  und der Schuss von Philipp Schmidt nach Legien- Flanke flog über die Latte. Dazwischen scheiterte Armend Musa an Jan Helms, der die Chance  mit einer starken Fußabwehr vereitelte. Viele der rund 180 Zuschauer sinnierten, dass jene Mannschaft, welche das nächste Tor erzielen würde, den Platz als Sieger verlässt. Und der rot-blaue Anhang hätte gegen diese These sicherlich nichts einzuwenden gehabt. Denn es war sein Team, das in der 83. Minute das 2:1 bejubelte. Dieses geschah allerdings mit Ver-
zögerung, denn nach dem Schuss durch Marcel Kunstmann landete der Ball zunächst am rechten Pfosten, und es war zu befürchten, dass er von da zurück ins Feld rollen würde. Doch dann  kullerte der Ball über die Torlinie, und die Krähen waren obenauf. Doch sie schafften es nicht, diese Führung nach Hause zu bringen. Ganz im Gegenteil: Innerhalb kürzester Zeit kassierten die Krähen noch zwei Gegentore und zu allem Überfluss auch noch zwei Platzverweise. In der 87. Minute traf Noel Köhler nach Rechtsflanke von Patrick Hiber zunächst zum 2:2. Dann gab es eine umstrittene gelb-rote Karte gegen Kunstmann wegen eines wiederholten Foulspiels. Und in der 93. Minute riss die stolze Serie des TSV KK. Mit einem sehenswerten Schuss in den oberen rechten Torwinkel traf Eugen Klein in der 93. Minute zum Endstand von 2:3. Kurz vor dem Abpfiff
holte sich Adrian Zimmermann wegen Meckerns noch eine gelb-rote Karte ab.
Am Ende hörte man nicht wenige Stimmen aus beiden Lagern, die von einem verdienten Burgdorfer Sieg sprachen. Der unbedingte Siegeswille war den Gästen jederzeit anzumerken. Sie hatten an  diesem Nachmittag deutlich mehr Biss als die Krähen, die die notwendige Körpersprache über weite Strecken der Partie vermissen ließen.
Jetzt steht ein ganz schweres Spiel bevor. Am nächsten Sonntag, den 17.September spielt der
TSV Krähenwinkel/Kaltenweide um 15 Uhr beim Spitzenreiter Heesseler SV. Im Pokal hatten
die Krähen gegen den HSV eine deutliche Niederlage erlitten, im nun folgenden Ligaspiel
fallen zudem zwei Spieler wegen Sperren aus. Doch es ist auch bekannt, dass sich die Krähen
in der Außenseiterrolle häufig sehr wohl fühlen. Insofern sollte man eine Überraschung nicht
ausschließen.

Mannschaft: J. Helms, Bart (ab 71.Hübner) , T. Miener, S. Helms, Döpke (ab 60.Tasche), Mücke, Schütz (ab 60.Zimmermann), Dosch, P. Schmidt, Legien, Kunstmann Trainer: Schnabel
Tore: 15.1:0 Marcel Kunstmann, 36.1:1 Tobias Schmitt, 83.2:1 Marcel Kunstmann, 87.2:2 Noel
Köhler, 93.2:3 Eugen Klein
Gelb-Rot: 90.Kunstmann (TSVKK), 94.Zimmermann (TSVKK)