Überraschend Deutsche Vizemeisterin

Die beiden einzigen Teilnehmer aus Langenhagen: Roswitha Ebel und Hans-Peter Damitz.

Großer Erfolg für Roswitha Ebel im Gehen

Nach der verletzungsbedingten Absage von Spartas erfolgreicher Geherin Birgit Komoll fuhren die verbliebenen zwei Teilnehmer mit gedämpften Hoffnungen zur Deutschen Meisterschaft im Zehn-Kilometer-Straßengehen nach Gleina bei Naumburg (Sachsen-Anhalt). Hans-Peter Damitz hatte Anfang des Jahres bei der Deutschen Meisterschaft in der Halle über die Sprintdistanz von 3.000 Metern in seiner immer stark besetzten Klasse M 70 den achtbaren siebten Platz belegt. Jene Platzierung konnte auch jetzt über zehn Kilometer nur sein Ziel sein. Die Erfolgsaussichten von Roswitha Ebel (Klasse W 50), die im Mai dieses Jahres bei der Europameisterschaft der Seniorinnen in Upice/CZE für eine Überraschung gesorgt hatte, waren schwer einzuschätzen. Würde sie ihre Leistung von Upice bei einer Deutschen Meisterschaft wiederholen können? Routinier Hans-Peter Damitz gab Rosi noch letzte Tipps mit auf den zehn Kilometer langen Weg, insbesondere bezüglich der bei nationalen Meisterschaften allgemein strengen Gehrichter. Nach dem Startschuss musste man an verkehrte Welt denken. Spartas Gehsportneuling spulte den Wettbewerb routiniert ab und verbesserte sogar mit ihrer Zeit von 1:08:03 Stunden die eigene Bestzeit vom Frühjahr um beachtliche zwei Minuten. Probleme mit den Gehrichtern? Fehlanzeige. Diese hatte eher ihr Vereinskollege. Viermal musste er sich Ermahnungen anhören. Er nahm das Tempo zurück, vermied dadurch Verwarnungen und eine Disqualifikation und sicherte sich so in 1:14:28 Stunden den anvisierten siebten Platz. Bei der Siegerehrung stand der Spartaner sogar an der sechsten Stelle. Sein Dauerrivale Heinz-Jürgen Mittmann vom PSV Berlin, der dort hingehörte, hatte vorübergehend die Orientierung verloren. Auf dem Platz ganz oben auf dem Treppchen hatte wie eigentlich immer der in Langenhagen wohl bekannte Karl Degener eingenommen. Der noch immer schnellste Seniorengeher in dieser Altersklasse hatte bis vor zwei Jahren seine Erfolge für Langenhagen geholt, bevor es ihn zum PSV Berlin zog. Mit seiner Zeit von 1:00:17 Stunden hielt er diesmal wieder seinen Dauerrivalen Peter Schumm von Alemannia Aachen auf Distanz (1:02:02 Stunden). Wo Roswitha Ebel bei der Siegerehrung hingehörte, wusste sie ganz genau. Hinter Adelheid Robohm (ESV Gemünden), die in 55:41 Minuten in der Klasse W 50 eine Weltklassezeit bot, belegte die Spartanerin mit großem Vorsprung Platz 2. Der dritte Platz ging in 1:22:00 Stunden an Christine Schmid (GSV Regensburg).