Um 15 Sekunden unterboten

Hans-Peter Damitz (rechts) musste sich gegen starke Konkurrenz vom PSV Berlin durchsetzen.

Vier Langenhagener Geher erfolgreich bei Norddeutscher Meisterschaft

Wunstorf war als Ausrichter der Norddeutschen Meisterschaften im 5.000-Meter- Bahngehen eingesprungen. So hatten die vier Langenhagener Teilnehmer ausnahmsweise nur einen kurzen Anreiseweg. Von der Gesamtteilnehmerzahl stellte allerdings allein Spartas großer Konkurrent, der PSV Berlin, die Hälfte. Entsprechend selbstbewusst traten die Berliner gegen die restlichen Teilnehmer aus den sieben norddeutschen Bundesländern auf. In der Altersklasse M 65 waren dann auch gleich die Plätze 1 und 2 reserviert für den ehemaligen Spartaner und jetzigen Berliner Karl Degener (seine Siegerzeit 28:56,89 Minuten) und seinen Vereinskollegen Bernd Hölters (30:41,92 Minuten). Dahinter wurde es interessant. Ditmar Hendrich, auch ein ehemaliger Langenhagener und jetziger Berliner, hatte sich in den vorigen Jahren immer wieder gegen den Dauerspartaner Hans-Peter Damitz durchsetzen können. In diesem Jahr über zehn Kilometer in Naumburg hatte Damitz aber mal den Spieß umdrehen können. Somit stand in Wunstorf auf der Bahn über 5.000 Meter für Ditmar Hendrich die Revanche an. Fast über die gesamte Distanz gingen die beiden Anwärter auf Platz 3 Seite an Seite. Als es in die letzte Runde ging, nutzte der neben dem Spartaner gehende Berliner geschickt eine anstehende Überrundung, um ein paar Meter Abstand zwischen sich und dem Langenhagener zu erkämpfen und ihn in 32:52,77 Minuten ins Ziel zu retten. Hans-Peter Damitz nahm Platz 4 sportlich und tröstete sich damit, in 33:00,91 Minuten wenigstens schnellster Nichtberliner geworden zu sein.
Noch schwerer hatte es in M 55 Spartas Leichtathletiktrainer Marian Bigocki. Als er mal wieder bei einer Meisterschaft im Gehen an den Start ging, hatte er wohl kaum damit rechnen können, mit seiner Zeit von 29:18,34 Minuten gleich vier ganz starke Berliner vorlassen zu müssen. Der Sieg ging in dieser Klasse in 26:55,25 Minuten an Wilfried Gaube.
Mit Konkurrenz hatte die Spartanerin Birgit Komoll in ihrer Klasse W 50 nicht zu kämpfen. Das Reglement verlangt in einem solchen Fall jedoch, dass ein außergewöhnlich hoch angesetzter Leistungsstandard erfüllt wird. Somit war es in Wunstorf für die amtierende Deutsche Vizemeisterin ein Kampf gegen die Uhr. Mit ihrer Zeit von 32:44,23 Minuten unterbot sie die geforderte Zeit um etwa 15 Sekunden und wurde auf dem Siegerpodest allein stehend zur Norddeutschen Meisterin gekürt.
Einen Kampf gegen die Uhr bestand auch Yoshiko Teufert-Shibata vom SC Langenhagen. In ihrer Klasse W 60 blieb auch sie als einzige Starterin mit ihrer Zeit von 33:44,79 Minuten unter der Leistungsnorm und holte in Wunstorf den zweiten Norddeutschen Meistertitel nach Langenhagen.