Vier Tore, Platz eins und ein Comeback

Gleich klingelt's: Tim Linnemann vor dem 4:0.Fotos: O. Krebs
 
Der Freistoß, den Philipp Schmidt zum 2:0 verwandelte.

Angenehmer Sonntag für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hatte im Punktspiel der Fußball-Bezirksliga am vergangenen Sonntag den TuS Altwarmbüchen zu Gast und war gewarnt. Als Außenseiter hatten die Gäste nämlich das Kunststück vollbracht, bei allen Aufstiegskonkurrenten des TSV KK zu punkten. So hatte der TuS dem Zweiten, Dritten und dem Vierten der Tabelle Punkte abknöpfen können und galt daher als besser einzuschätzen, als es die derzeitige Positionierung auf einem Abstiegsplatz
aussagt. So kam es den Krähen nicht ungelegen, bereits früh in Führung zu gehen. Eine Kombination über Philipp Schmidt und Tim Linnemann schloss Marc Ulrich mit seinem 21.Saisontor nach einer Viertelstunde zum 1:0 ab. Mit dem Vorsprung im Rücken avancierten die Rot-Blauen zum überlegenen Team, das nach 32 Minuten hätte erhöhen können. Philipp Schmidts Freistoß aus halbrechter Position kam sehr präzise auf das Tor, dessen Wächter Timo Kroß jedoch gut parierte. Der TuS brachte es in der ersten Halbzeit auf drei Abschlüsse. Einer davon war durchaus aussichtsreich. Dennis Wypior fehlte es bei seinem Kopfball nach einem Freistoß jedoch an der nötigen Wucht, um das Krähenwinkeler Tor ernsthaft in Gefahr zu bringen. Die zweite Spielhälfte begann mit einer großen Tormöglichkeit für Wladislaw Schmidt, der nach einem Zuspiel von Tim Linnemann über den Kasten schoss. Bis zum zweiten Treffer sollte es indes nicht mehr lange dauern. In der 53. Minute bekamen die Krähen einen Freistoß zugesprochen, dessen Legitimation von TuS-Trainer Darijan Vlaski angezweifelt wurde; wohlwissend, dass ein
ruhender Ball aus dieser Position fast mit einem Elfmeter gleichzusetzen ist, wenn beim Kontrahenten ein Philipp Schmidt in den Reihen steht. Aus rund achtzehn Metern, mittig vor dem Tor, war diese Gelegenheit wie gemalt für Krähenwinkels Freistoßkünstler. So zirkelte Schmidt den Ball perfekt um die Mauer herum, bevor er unten links zum 2:0 einschlug. Es entwickelte sich fortan eine zweite Halbzeit, in der der TSV KK das klar dominierende Team darstellte. Torhüter Jan-Hendrik Helms sollte einen ruhigen Nachmittag verleben. Die Altwarmbüchener hätten ihn
jedoch kurz nach dem zweiten Tor gerne einem Strafstoß gegenüberstehen gesehen. Kapitän Paulo Oliveira hatte den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand berührt. Die Distanz, aus der er angeschossen wurde, war jedoch zu gering, als dass Schiedsrichter Jonas Behlke aus Badenstedt auf Elfmeter hätte entscheiden können. Beim TuS blieben die taktischen wie personellen Umstellungen mit zwei Einwechslungen zur zweiten Halbzeit wirkungslos. Der ehemalige Krähen-
Stürmer Sascha Daniel, nun beim TuS an vorderster Front, wurde kaum in Szene gesetzt. Zudem schienen auch die konditionellen Vorteile klar auf Seiten der Krähen zu liegen. Spätestens mit dem dritten Tor war mehr als eine Vorentscheidung gefallen. Marc Ulrichs Schuss in der 67. Minute wurde zunächst abgeblockt, der zweite Ball landete bei Arne Döpke, der sich auf der rechten
Seite angeschlichen hatte, und nun überlegen zum 3:0 einschoss. In der Folge zeigten die Rot-Blauen zahlreiche gelungene Kombinationen, die zu weiteren guten Gelegenheiten führten. Eine davon konnten sie noch nutzen. Torjäger Marc Ulrich, selbst in guter Schussposition, legte den Ball uneigennützig quer zu Tim Linnemann, der souverän zum Endstand von 4:0 einschoss. Emotionaler Höhepunkt war schließlich die Einwechslung von Timo Schmidt. Krähenwinkels Routinier feierte nach sieben Monaten Verletzungspause sein Comeback. Die Rückkehr der Nummer sechs des TSVKK könnte in den letzten fünf Spielen im Meisterschaftskampf noch einige Prozent mehr aus dem Team herauskitzeln. Die Krähen liegen weiterhin mit zwei Punkten Vorsprung auf den FC Lehrte an erster Stelle, während es für Mitkonkonkurrent Mühlenberger SV am Sonntag mit einer Niederlage beim Vorletzten einen Rückschlag gab. Das Vorhaben, die Spitzenposition erneut zu verteidigen, gehen die Rot-Blauen am nächsten Sonntag, den 3. Mai im Auswärtsspiel beim starken SV Germania Grasdorf an. Der Anpfiff der Partie im Sportpark Ohestraße wird um 15 Uhr erfolgen.

Mannschaft: J. Helms, Bart, Heider, Oliveira, A. Ulrich (ab 40. Döpke), Tegtmeyer, P. Schmidt (ab 85. T. Schmidt), W. Schmidt (ab 70.S. Helms), Linnemann, Schwitalla, M. Ulrich Trainer: Schülke
Tore: 15.1:0 Marc Ulrich, 53 .2:0 Philipp Schmidt, 67. 3:0 Arne Döpke, 82. 4:0 Tim Linnemann