Von Anfangslethargie nicht mehr erholt

2:3 - TSV KK unterliegt dem TuS Garbsen

Sie wirkten so entschlossen. Die Spieler des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide bildeten vor dem Spiel gegen den TuS Garbsen einen Mannschaftskreis und schworen sich intensiv auf die kommende Aufgabe ein. Alle hatten sich gepusht, hatten sich gegenseitig Mut gemacht, so dass bei Außenstehenden der Eindruck eines Teams entstanden war, das vor Siegeswillen nur so strotzt. Umso ernüchternder verlief dann jedoch die Anfangsphase dieses Fußballspiels. Die Krähen schienen plötzlich neben sich zu stehen. Unkonzentriertheiten in der Defensive, gepaart mit mangelnder Kommunikation innerhalb der Mannschaft waren entscheidende Faktoren, dass es nach sieben Minuten plötzlich 0:2 stand. Garbsen hatte seine ersten beiden Torchancen durch Dustin Quast und Jan Hermerding direkt genutzt. Verdutzt zeigten sich jene Anhänger der Rot-Blauen, die erst jetzt die Anlage betraten, und denen die Anzeigentafel ein unerfreuliches Bild bot. Immerhin konnten sie nach 18 Minuten den Anschlusstreffer für den TSV KK sehen. Daniel Mücke spielte den Ball nach rechts in den Lauf von Tim Linnemann, der aus dieser Gelegenheit neue Hoffnung erwirkte.
Weil Torhüter Leon Burkert später zwei starke Paraden zeigte, änderte sich am Spielstand bis zur Pause nichts mehr.
Mit Beginn der zweiten Hälfte waren die Krähen dann von Anfang an hellwach. Sascha Daniel wurde nach 52 Minuten eine gute Gelegenheit aufgrund einer falschen Abseitsentscheidung genommen. Doch damit war die Richtung angezeigt – fortan ging es vornehmlich in Richtung Garbsener Tor. Philipp Schütz scheiterte mit einem Kopfball nach einer Ecke. Lauri Schwitalla hatte direkt nach seiner Einwechslung nach gutem Zuspiel von Candy
Walter eine Gelegenheit. Ein Schuss von Philipp Schmidt wurde von TuS-Torhüter Kevin Kainka souverän entschärft. Kurz danach war Kainka jedoch geschlagen. Die Krähen bekamen einen Elfmeter zugesprochen, und Philipp Schmidt sorgte für das verdiente 2:2. Verdient, weil die Krähen in der zweiten Halbzeit deutlich mehr für das Spiel taten und durch die Bank weg frischer wirkten als ihre Garbsener Kollegen. So kamen auch weitere gute Chancen zustande.
Ein Schuss von Tim Linnemann ging ebenso knapp vorbei wie einer von Philipp Schmidt nach Vorlage von Lauri Schwitalla. Auch Sascha Daniel konnte einen Pass von Schwitalla nicht nutzen. Keine Frage, das 3:2 wäre zu diesem Zeitpunkt lange möglich gewesen. Doch dann kam die Nachspielzeit. Bei einem der äußerst rar gewordenen Garbsener Konter unterlief Benjamin Sumpf ein Foul im Strafraum, und die Krähen bekamen einen Strafstoß gegen sich. Torhüter Burkert hielt den Elfmeter, doch der TSV KK schaffte es nicht, den Ball anschließend aus der Gefahrenzone zu bugsieren. Im Nachsetzen setzte Sascha Pohl den
Krähen dann mit dem Tor zum 2:3 den Genickschlag. Die Heimelf versuchte in der verbleibenden Zeit noch einmal alles, um wenigstens einen Punkt am Waldsee behalten zu können. Doch es klappte nicht. Das Spiel war zu Ende und hinterließ neben jubelnden Garbsenern enttäuschte Krähenwinkeler Spieler, einen verärgerten Trainer und einen treuen Anhang, der die Hoffnung auf den ersten Heimsieg auf den nächsten Sonntag übertragen muss. Dann tritt der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide ab 15 Uhr gegen den Mellendorfer TV an.
Mannschaft: Burkert, J. Schwitalla, T. Schmidt, P. Schmidt, Mücke (ab 75. Koneski), Sumpf, S. Helms (ab 68. L. Schwitalla), Linnemann, Schütz, M. Ulrich (ab 46. Walter), Daniel, Trainer: Schülke
Tore: 3. 0:1 Dustin Quast, 7. 0:2 Jan Hermerding, 18. 1:2 Tim Linnemann, 75. 2:2 Fouelelfmeter Philipp Schmidt, 90. 2:3 Sascha Pohl.