Wiedersehen alter Bekannter

Arminia Hannover kommt zum Derby

Langenhagen (rt). Eines ist vor dem Anpfiff der morgigen Partie im Walter-Bettges-Stadion schon jetzt klar: Überraschen können sich die beiden Mannschaften nicht. Wenn ab 14 Uhr der SC Langenhagen auf den Nachbarn Arminia Hannover trifft, gibt es ein Wiedersehen mit vielen Akteuren, die schon für den Gegner aktiv waren. Nicht weniger als sechs Spieler der „Blauen“ kommen an die alte Wirkungsstätte zurück. Mit Jens Jansen ist ein Altgedienter darunter, der jahrelang die Geschicke des SCL wesentlich bestimmt hat. Auf Langenhagener Seite war der in dieser Spielzeit stark agierende Philippe Harms schon am Bischhofsholer Damm tätig und die gesamte Führungsriege mit Trainer Hilger Wirtz, Co-Trainer Holger Kunze und Manager Wolfgang Lange kennt den Traditionsverein aus dem Effeff. Es könnte also zu einem netten Plausch unter Freunden kommen. Doch weit gefehlt – zuviel steht auf dem Spiel, als dass auch nur ein Zentimeter dem Gegner überlassen werden darf.
Arminia, die die vergangenen beiden Auswärtsspiel jeweils mit 3:2 gewinnen konnte, steht nach wie vor auf einem Abstiegsplatz mit Tendenz nach oben. Nur zwei Punkte fehlen zum Sprung über den Strich. Der SCL kam nach den zwei Pleiten in Folge etwas ins Schlingern. Zwar noch kein Grund um in Panik zu verfallen, doch schnell ist eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt, aus der es meist schwierig ist zu entkommen. Und gerade in Auswärtsspielen haben die Hannoveraner überzeugende Leistungen geliefert. In dieser Statistik liegen sie mit dem Gastgeber gleichauf. Zudem haben Derbys noch immer ihre eigenen Gesetze, die so manche Begegnung in die falsche Richtung haben laufen lassen. Dies möchte der Tabellenfünfte unbedingt umgehen.
Mit Sevkan Bulut kehrt ein Abwehrspieler zurück, der im Spiel gegen Oldenburg gute Ansätze zeigte. Fehlen wird der gesperrte Marco Hansmann. Auch wenn Arminia nach Güldenstern Stade den harmlosesten Angriff hat, sind Spieler wie Tugay Tasdelen oder Garip Capin immer für einen spielentscheidenden Geniestreich gut. Auf der anderen Seite hat Ertan Ametovski nach gutem Start etwas an Fortune verloren. Seine Tore sollen der Dosenöffner für den Sieg gegen einen Konkurrenten um den Klassenerhalt werden. Und auch wenn viele Spieler den Verein zum Saisonende verlassen haben, für eine Revanche für das verlorene Qualifikationsspiel zur eingleisigen Oberliga wäre morgen genau der richtige Zeitpunkt.