„Wollen besser Handball spielen“

RECKEN reisen zum Tabellenführer

Auf die TSV Hannover-Burgdorf wartet nach dem Spiel gegen den amtierenden deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen direkt die nächste große Herausforderung. DIE RECKEN reisen am Mittwochabend zur SG Flensburg-Handewitt, dem aktuellen Tabellenführer der DKB Handball-Bundesliga. „Das ist eine besondere Aufgabe gegen eine der besten Vereinsmannschaften der Welt“, stellt Trainer Jens Bürkle heraus. Die Partie wird ab 18.55 Uhr im Livestream bei DAZN gezeigt, Anwurf der Begegnung ist um 19.00 Uhr.
Für DIE RECKEN wird es im hohen Norden darauf ankommen, eine vernünftige Leistung zu zeigen. „Wir wollen besser Handball spielen als zuletzt“, merkt Jens Bürkle trotz der Schwere der Aufgabe an und ergänzt: „Flensburg, Kiel und die Löwen sind schon deutlich stärker als der Rest der Liga, trotzdem geht das Spiel bei 0:0 los und wir wollen alles reinlegen, was wir haben.“
Linkshänder Kai Häfner pflichtet seinem Trainer bei. „In Flensburg zu spielen, ist immer etwas Besonderes. Wir haben da zuletzt nicht gut ausgesehen und wollen es morgen besser machen“, sagt der Europameister, den vor allem die Niederlage zum Rückrundenstart in Erlangen wurmt. „Da hätte mehr für uns drin sein müssen.“
Stilistisch betrachtet spielt die SG Flensburg-Handewitt wahrscheinlich den schönsten Handball aller Teams der DKB Handball-Bundesliga. „Flensburg hat nicht nur eine sehr breite Spielanlage, sondern spielt auch einen sehr schnellen Ball. So gelingt es ihnen immer wieder, Räume intelligent zu besetzen und sich den Gegner zurechtzulegen“, schwärmt Bürkle von der Angriffstaktik der Norddeutschen.
Umso wichtiger wäre es daher für DIE RECKEN, wenn der eine oder andere Spieler wieder in den Kader zurückkehren würde. „Wir haben bei Erik Schmidt und Mait Patrail noch eine kleine Resthoffnung, aber wir werden kein Risiko eingehen. Für unser Abwehrzentrum wäre ein Einsatz von beiden aber schon von elementarer Bedeutung“, erklärt der RECKEN-Trainer.
Sicher ausfallen werden Csaba Szücs (Achillessehne), Torge Johannsen (Wade) und Torhüter Malte Semisch (Oberschenkel). Letzterer wird durch Jendrik Meyer, Stammtorwart im Drittligateam der RECKEN, vertreten, der in der Saison 2008/2009 das Tor der SG Flensburg-Handewitt hütete. „Das ist schon ein spezielles Gefühl für mich, denn Flensburg ist ein ehemaliger Verein von mir. Wenn ich mir ein Spiel hätte aussuchen dürfen, wäre es genau das gewesen“, freut sich Meyer auf die für ihn besondere Rückkehr an die Flensburger Förde.
Aus Sicht von Kai Häfner ist die Aufgabenstellung für Mittwochabend eindeutig. „Wir müssen das Spiel so lange wie möglich eng gestalten. Dass das sehr schwer wird, ist allen Beteiligten klar, aber wir werden alles geben“, ist der Nationalspieler bereit, um die nächste große Herausforderung anzunehmen.