Yoshiko Teufert vom SCL holt zweimal Silber

Die drei Erstplatzierten des DM-Straßengehens in Gleina.

Erfolge bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften der Geher

Vor Kurzem fanden im Seniorenbereich gleich zwei Deutsche Gehermeisterschaften statt und zwar der eine Wettbewerb auf der Tartanbahn, sowie der andere auf der Straße. Zunächst ging es für die SCL-Athleten ins badische Bühlertal, wo in einem sehr idyllischen, mit Blick auf das Rheintal gelegenen Stadion das 5000-Meter-Bahngehen ausgerichtet worden war. Bei schönstem Herbstsonnenschein und nur leichtem Wind, aber unter den Augen strenger Gehrichter, bemühten sich die zahlreichen Aktiven in den verschiedensten Altersklassen auf einen der begehrten Medaillenplätze zu kommen. Yoshiko Teufert-Shibata, diesjährige Sportlerin des Jahres, machte ihrem Verein, dem SC Langenhagen, alle Ehre und kämpfte sich in der W60-Klasse tapfer über die oben angegebene Strecke, wobei sie dann als Zweite, nur besiegt von ihrer Kameradin aus der Deutschen Europa-Nationalmannschaft Heidrun Neidel mit etwa 80 Meter Rückstand in 33:55,44 Minuten ins Ziel kam. Danach konnte sie bei einer an Tröten erinnernden, musikalisch aber originalen Alphorneinlage in einer aufwändigen Siegerehrung die glasgefasste Silbermedaille glücklich in Empfang nehmen. Der Veranstalter hatte nämlich für alle Teilnehmer, die ja schließlich von weit her angereist waren, ein aufwendiges Beiprogramm initiiert. Karlheinz Teufert (M80), der wieder eine Alterklasse tiefer starten musste, lieferte sich bis eine Runde vor dem Ziel mit einem jüngeren Konkurrenten ein hartes Duell, bekam zwei Verwarnungen und schließlich, als er sich schon als Sieger im Ziel glaubte und auslief die endgültige Disqualifikation. Nach diesem harten Rennen ging es dann am nächsten Tag zur Regeneration in den Schwarzwald hinauf zum Mummelsee, gefolgt von einem Aufstieg zum Nationalpark Hornisgrinde. Kaum zwei Wochen später trat Yoshiko Teufert wieder zum Zehn-Kilometer-Straßengehen in Gleina an der Unstrut an, wo die Deutschen Straßenmeisterschaften ausgetragen wurden. Hier starteten alle Teilnehmer über die besagte Strecke gemeinsam, so dass sie zunächst im dichten Feld keine gute Anfangsplatzierung erreichen konnte. Heidrun Neidel vom TSG Leihgestern kam jedoch im Pulk, geführt von den gleichfalls gestarteten Sparta-Männer, gut weg. Aber auch auf der Strecke gelang es Yoshiko nicht, zu ihrer Konkurrentin aufzuschließen. So blieb es für sie – ähnlich wie im Bühlertal – nur beim Vizemeistertitel. Ihre Zeit betrug 1:09,06 Stunden, ein Rückstand auf die Siegerin von 54 Sekunden. In Geherkreisen munkelt man nun, dass die Siegerin Heidrun Neidel als Auswärtige wohl im nächsten Jahr die W50-Frauenmannschaft von Sparta Langenhagen verstärken wird. Die Organisation dieser Veranstaltung konnte sich allerdings überhaupt nicht mit der vom Bühlertal messen, so gab es beispielsweise für Frauen und Männer nur einen einzigen Duschraum und die ausgegebene Medaille hätte auch mehr zu einer Schülersportveranstaltung als zu einer Deutschen Meisterschaft gepasst. Dies alles stand jedenfalls mit den Startgebühren von 15 Euro pro Teilnehmer in keinem Verhältnis mehr.