Zwei Punkte futsch in der 94. Minute

TSV KK spielt unentschieden in Mühlenberg

Die mittlerweile sechs Spieltage alte Saison 2014/2015 scheint in der Staffel 2 der Fußball-Bezirksliga überaus spannend zu werden. Dies belegt das aktuelle Tabellenbild. Den Ersten und den Siebten trennen gerade einmal zwei Punkte. Somit kommt es nahezu an jedem Wochenende zu echten Spitzenspielen.
Beteiligte dieses führenden Septetts sind der Mühlenberger SV und der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, die am Sonntag im hannoverschen Stadtteil aufeinandertrafen. Und dort sah es eine Halbzeit lang so aus, dass der TSVKK das Spitzenteam darstellt, das gegen ein Team aus den unteren Tabellenregionen antritt. Denn die Krähen waren in der ersten 45 Minuten die deutlich tonangebende Mannschaft. Bereits nach neun Minuten führte die Überlegenheit zum 0:1 durch
Tim Linnemann. Damit beließ es die Mannschaft nicht. War Philipp Schmidt mit einem Freistoß aus zentraler Position aus rund 18 Metern noch am Torerfolg knapp gescheitert, so war er es, der in der 28.Minute durch einen Sturmlauf auf der rechten Seite das 0:2 durch Marc Ulrich eingeleitet hatte. Kurzer Zeit später schickte Giovanni Costa Tim Linnemann mit einem herrlichen Diagonalpass auf den Weg Richtung gegnerisches Tor. Dort zeigte sich MSV-Keeper Julian Podesky aufmerksam.
Die Heimmannschaft hatte erst in der 35.Minute ihre erste Torgelegenheit. Matthias Braczkowskis Freistoß wurde von Robert Sielski über das Tor geköpft. In der Schlussphase der ersten Halbzeit kamen ein schwacher Schuss von Daniel Trochymiuk sowie ein von KK-Torhüter Jan-Hendrik Helms gut parierter Freistoß von Matthias Braczkowski hinzu. Ansonsten hatte die Krähenwinkeler Abwehr einen sehr guten Job gemacht. Mühlenberg hatte es immer wieder mit langen Bällen probiert, doch hinten standen die Krähen sicher und erstickten potentielle gegnerische Tormöglichkeiten immer wieder im Keim. Hervorzuheben ist insbesondere Lennart Kiehn, der zum ersten Mal in der Startformation stand, jedoch den Eindruck erweckte, nie etwas anderes getan zu haben, als in der Krähenwinkeler Abwehrreihe aufzuräumen. Der Mühlenberger SV war als Meister der Kreisliga noch vor den hoch gehandelten und finanziell gut gestellten Ricklinger Sportfreunden aufgestiegen und hatte in der Bezirksliga einen famosen Start hingelegt. In der ersten Halbzeit gegen den TSVKK war davon nicht viel zu sehen, wohl aber nach dem Seitenwechsel. Nachdem Benjamin Wegner nach einem Eckball an Helms gescheitert war und Philipp Schmidt eine Hereingabe von Marc Ulrich um Haaresbreite verpasst hatte, konnte
Robert Sielski in der 68.Minute mit einem Flachschuss das 1:2 erzielen. Plötzlich war der MSV wieder im Spiel. Dem Aufsteiger gelang es kurz darauf, den Ball ein weiteres Mal zu versenken, diesmal jedoch aus einer Abseitsposition. KK hatte in dieser Phase weniger getan; das Vorhaben, schnell mit einem dritten Tor eine Entscheidung herbeizuführen, konnte nicht umgesetzt werden. Im Gegenteil, am Ende mussten die mitgereisten Fans der Krähen zittern. Denn ihre Mannschaft war ab der 83.Minute nur noch zu zehnt. Philipp Schmidt musste wegen wiederholten Foulspiels
vom Platz. Es fehlte nicht viel dazu, den Vorsprung in Unterzahl über die Zeit zu retten. Doch dann kam ganz am Ende ein folgenschwerer Pfiff – Elfmeter für Mühlenberg in der 94.Minute. Jan Helms ahnte die Ecke, das 2:2 durch Benjamin Wegner konnte er jedoch nicht verhindern. Ein Strafstoß aus der Kategorie „kann man geben, wollte der Gefoulte jedoch auch haben“ brachte den TSVKK um zwei Punkte. Größeren Anlass zur Diskussion gab die Entscheidung des Schiedsrichters, eine
solch lange Nachspielzeit zu verhängen.
Dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide werden im nächsten Spiel neben den Langzeitverletzten Timo Schmidt und Sebastian Helms der verletzte Philipp Schütz, der beruflich verhinderte Adrian Zimmermann sowie der gesperrte Philipp Schmidt fehlen. Umso mehr hofft das Team im Heimspiel gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen II auf die Unterstützung seines Publikums. Anstoß ist am
Sonntag, 21. September, um 15 Uhr.

Mannschaft: J.Helms, Tegtmeyer, Oliveira, A. Ulrich, Kiehn, P. Schmidt, Costa (ab 68.Heider),
Linnemann (ab 86.Schwitalla), Mücke, W. Schmidt, M. Ulrich (ab 92.Bossio)
Tore: 9.0:1 Tim Linnemann, 28.0:2 Marc Ulrich, 68.1:2 Robert Sielksi, 94.2:2 Benjamin Wegner
Gelb-Rot: 83.P.Schmidt (TSVKK)