Zwei unterschiedliche Halbzeiten

D-Junioren des TSV Godshorn spielen 2:2 gegen Dedensen/Gümmer

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten haben die D-Junioren des TSV Godshorn beim 2:2 im Kreisliga-Heimspiel gegen die SG Dedensen/Gümmer abgeliefert. In den ersten 30 Minuten lief nichts zusammen: Das Team von Christian Michalek und Sandro Di Michele fiel weniger durch Qualitäten als durch Defizite auf: viele individuelle Patzer, unzählige Fehlpässe und wenig Laufbereitschaft. Kurzum: Die 2:0-Halbzeitführung der Gäste war absolut verdient. Nach dem Seitenwechsel brannten die TSV-Youngster dann allerdings ein wahres Feuerwerk ab, übten enormen Druck aus, gewannen 80 Prozent aller Zweikämpfe, nagelten die Dedenser über weite Teile an deren Strafraum fest und erspielten sich eine Unmenge an hochkarätigen Torchancen. „Das war so ziemlich die beste Halbzeit der Saison“, lobte Coach Michalek. Hinten ließen Jona Renner, Tim Schustereit, Ole Marchlewski und Jordi Sündermann absolut nichts mehr anbrennen, bauten zudem sauber auf, im Mittelfeld kurbelten Gabriel Michalek, Paul Bock, Lluis Cendon und Nico Bahrs immer wieder die Offensivbemühungen an, boten teilweise Traumspielzüge, und vorne wirbelten Amoro Diedhiou und Fabio Di Michele Sanchez: Vor allem Letzterer war nach der Pause nicht mehr zu halten. Mit seine Willen, seiner Dynamik, Technik und Schusskraft entwich er seinen Bewachern ein ums andere Mal, schoss und flankte aus allen Rohren. Der Linksfuß hatte allerdings Pech, traf allein dreimal Aluminium und verfehlte noch einige weitere Male sein Ziel nur hauchdünn. Für die Tore sorgten dann Paul Bock mit einem Schuss in den Winkel und Amoro Diedhiou, der nach einem präzisen Bock-Zuspiel den Ball aus zehn Metern in die Maschen jagte. Ko-Trainer Di Michele fasste das Spiel der Mannschaft gegenüber anschließend treffend zusammen: „In der ersten Hälfte – das war gar nichts. Aber für die zweite Halbzeit gebührt euch Riesenrespekt. Das war eine tolle Leistung, und ihr hättet den Gegner abschießen können.“
Einen Tag später stand noch ein Testspiel auf der Anlage des NFV in Barsinghausen auf dem Programm: Dort traf der TSV Godshorn auf den Hamburger Klub Waldörfer SV und gewann nach gutem, hoch überlegen geführtem Spiel mit 2:1. „Der Waldörfer SV, das ist das Talentteam des Hamburger Sportvereins“, erklärte Trainer Michalek, warum er gerade diesen Gegner ausgewählt hatte. Kein Fallobst also. Obwohl das TSV-Team aufgrund zweier Spieler-Geburtstage stark ausgedünnt und ersatzgeschwächt auflief, waren die Godshorner klar Chef im Ring. „Wir hatten viele Chancen und hätten deutlich höher gewinnen können“, bilanzierte Michalek.