Zweiter Sieg, sechster Punkt, zweiter Platz

Traumstart für den TSV KK in der Fußball-Landesliga

Wenn die Spieler und die Anhänger des Fußball-Landesligisten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide in dieser Woche ihrem Tagwerk nachgehen oder auf der Straße angesprochen werden, dann wird eine andere Gemengelage vorherrschen, als es in der jüngeren Vergangenheit der Fall war. Niemand wird fragen, warum das Team denn schon wieder verloren habe, und keiner wird die Frage stellen, ob der Abstieg noch zu vermeiden sei. Ganz im Gegenteil – die Krähen können von einem Traumstart in die neue Landesliga-Saison mit zwei Siegen aus zwei Spielen und von 24 Stunden an der Tabellenspitze schwärmen. Natürlich wissen alle die Situation richtig einzuordnen. Die Spielzeit steht ganz am Anfang, und einige Teams haben erst ein Spiel absolvieren können. Dennoch sorgen diese sechs Punkte nicht nur für stolzgeschwellte Brüste, sondern auch für ruhige Nächte bei allen Beteiligten. Die Mannschaft trat am Sonnabend beim SV Brigitta-Elwerath Steimbke an, einem Mitaufsteiger der Vorsaison. In der Anfangsviertelstunde sahen die mitgereisten Anhänger den TSV KK  zweimal in aussichtsreicher Position. Doch René Legien und Tjark Miener brachten die beiden
Gelegenheiten aus kurzer Distanz nicht zum Torerfolg. Danach kamen die Gastgeber
besser ins Spiel und tauchten einige Male in der Nähe des Krähenwinkeler Strafraums auf. Dort blieb es dann jedoch bei Situationen, die später lediglich als Halbchancen bezeichnet werden sollten. Bis dahin war es ein ausgeglichenes Spiel, das allerdings auf einem niedrigen Niveau stand. Die Szene, die für den Ausgang der Partie entscheidend sein sollte, ereignete sich dann in  der 50. Minute. Der bereits mit Gelb vorbelastete Steimbker Christopher Marre ließ sich  zu einem Foulspiel an Daniel Mücke hinreißen, und Schiedsrichter Daniel Harting von  Eintracht Afferde zeigte Marre die Ampelkarte. SVBE-Trainer Ralf Przyklenk ging mit seinem Sünder später hart ins Gericht und erkannte, dass die nun entstandene Überzahl der Krähen den Unterschied ausmachen sollte.
Bis dahin mussten die Rot-Blauen jedoch einige Geduld aufbringen. Steimbke zog sich weit in die eigene Hälfte zurück, versuchte das Unentschieden mit zehn Akteuren über die Zeit zu bringen. Doch in der 83.Minute fanden die Krähen eine Lücke. Nach einem genauen Steilpass von René Legien war Philipp Schmidt da und brachte das Waldsee-Team mit  einem Schuss aus 16 Metern ins rechte Toreck in Führung. Später bot sich Schmidt eine weitere große Gelegenheit. Doch es gelang ihm nicht, den Vorsprung auszubauen. So wurde es noch einmal spannend, und Schlussmann Jan Helms musste sein ganzes Können aufbieten, um eine gute Torchance der Gastgeber zu entschärfen und den Sieg für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide festzuhalten. Trotz des Bewusstseins, dass  der Erfolg durchaus glücklich war und der Platzverweis beim Gegner den Krähen in die Karten gespielt hatte, ließ sich das Team die Freude über den perfekten Saisonstart und die Spitzenposition nicht nehmen. Diese hat am Sonntag der HSC übernommen, und der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide geht als Tabellenzweiter in den dritten  Spieltag. Dann geht es am Sonntag, 27.August, um 15 Uhr zu Hause gegen den OSV Hannover. Die Bothfelder gelten als einer der Favoriten auf die vorderen Plätze,
haben jedoch mit zwei Niederlagen einen klassischen Fehlstart hingelegt. Für die
Krähen wird dadurch die anstehende Aufgabe sicherlich nicht einfacher werden.
Die Mannschaft hofft auf viele Zuschauer.

Mannschaft: J. Helms, Bart, T. Miener, S. Helms (ab 82. M. Ulrich), Mücke, Dosch,
Hübner (ab 46.Tasche), Legien, Zimmermann (ab 57.Böttcher), P. Schmidt,
Kunstmann Trainer: Trebing
Tor: 83.0:1 Philipp Schmidt