Zweites Unentschieden in Folge

DIE RECKEN und Melsungen trennen sich mit 24:24

Am heutigen Samstagabend stand für DIE RECKEN das Topspiel gegen die MT Melsungen an. Die Mannschaft um Trainer Michael Roth legte einen furiosen Start in der Bundesliga hin und rangiert folgerichtig ganz oben in der Tabelle. Vor 2.703 Zuschauer überzeugten die Niedersachsen im Kollektiv und konnten so gegen die aggressive Abwehr der Gäste dagegenhalten. Nach kräftezehrenden 60 Minuten trennten sich beide Teams mit einem 24:24-Remis. „Das Ergebnis tut heute sicher etwas weh, da kurz vor Ende für uns mehr drin gewesen wäre. Am Ende hat unsere fehlende Qualität im Angriff zu Buche geschlagen“, kommentierte RECKEN-Trainer Jens Bürkle den Spielstand. Mit acht Treffern erzielte Lars Lehnhoff die meisten Treffer der Begegnung.

Kampfbetonte Halbzeit

Felix Danner eröffnete die Partie im Schnelldurchlauf mit der ersten erfolgreichen Aktion für Melsungen. In der vierten Minute nahm Morten Olsen, nachdem die beiden Unparteiischen den Arm gehoben hatten, Anlauf und egalisierte zum 2:2. Die MT stellte von Beginn an eine taktisch offensiv stehende Abwehr, die DIE RECKEN nur schwer zu überwinden wussten. Entsprechend aufmerksam und konzentriert galt es für die Niedersachsen in der eigenen Defensive zu agieren, umso die Fehler im Angriff wieder gut zu machen. Von Minute zu Minute funktionierte das Kollektiv bei den RECKEN immer besser, so dass Lars Lehnhoff von Martin Ziemer in der 15. Minute in den Tempogegenstoß geschickt werden konnte. Der Flügelflitzer nutzte seine Chance und markierte das 8:7.

Die Spielweise der Gäste wurde mit fortlaufender Uhr aggressiver, so dass sich ein harter Kampf auf dem Feld um jeden Zentimeter in der Melsunger-Gefahrenzone in der RECKEN-Festung entwickelte. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff bekam Lehnhoff in letzter Instanz den Ball gefasst und zwirbelte den Ball aus schwerem Winkel vorbei an Johan Sjöstrand (11:10). Über die Stationen Runár Kárason und Lehnhoff ging es für die Hausherren mit einer 13:10-Führung in die Halbzeit.

Im Kollektiv dagegen gehalten

Keinen optimalen Start in die zweite Hälfte erwischten indes die Hausherren, so dass Melsungen binnen vier Minuten zum 13:13 ausgleichen konnte. Nach einer Zeigerumdrehung später beendete jedoch Timo Kastening die kurze torlose Phase und markierte das 14:13. Einen Moment zum großen Jubel bot Ziemer den Fans unter anderem in der 39. Minute, als er eine klare Chance der MT mit gutem Reflex unterbinden konnte.
In Überzahl nutzte Sven-Sören Christophersen die sich ergebende Chance und glich zum 16:16 aus, nach dem es Melsungen in den vorherigen Minuten gelang, das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Einen gehaltenen Sieben-Meter sowie zwei Tore durch Häfner und Lehnhoff später, bauten DIE RECKEN den Abstand zum ersten Mal im Spiel auf drei Treffer aus (18:16, 47).
Die Melsunger legten in der Endphase noch einmal alles in die Waagschale und zwangen DIE RECKEN zu leichten Fehlern, die sie im Angriff eiskalt ausnutzten. Fünf Minuten vor Abpfiff erzielte Müller den Anschlusstreffer (21:20). Nun musste eine schnelle Antwort der Gäste her. Morten Olsen ließ nicht lange auf sich warten und traf wenige Sekunden später zum 22:20. 90 Sekunden vor Abpfiff legte Michael Roth beim Spielstand von 24:23 die grüne Karte auf den Tisch. Es sollten nervenaufreibende letzte Sekunden für die Zuschauer in der RECKEN-Festung folgen, die in einem 24:24-Unentschieden endeten.
„Mit dem Punkt gegen eine sehr gute Mannschaft aus Melsungen können wir gut leben. Unser Blick ändert sich nun, denn es folgen Partien in denen wir nach Papierform als Favorit gesehen werden. Wir wollen diese Rolle annehmen und im besten Fall einen „goldenen Oktober“ einleiten, um so in der Tabelle etwas nach oben klettern zu können“, gibt Geschäftsführer Benjamin Chatton die Zielsetzung für die kommenden Begegnungen vor.

DIE RECKEN
Ziemer, Semisch, Patrail (2), Hykkerud, Lehnhoff (8/3), Häfner (5), Szücs, Kárason (2), Schmidt (1), Olsen (4), Hinz, Christophersen (1), Kastening (1), Pollex
MT Melsungen
Sjöstrand, Villadsen, Maric (1), Sellin (1), Forstbauer (1), Hildebrand, Danner (4), Müller, P. (3), Boomhouwer, Rnic, Schneider, Allendorf (3/1) , Vuckovic (4) , Müller, M. (7)
Schiedsrichter: Moles/Pittner
Siebenmeter: 4/3 – 2/1
Zeitstrafen: 4 – 3
Zuschauer: 2.703