Am Rand einer der tiefsten Bohrungen der Welt

Bei einer Wanderung erlebte die SoVD-Reisegruppe die prachtvollen Felsenformationen im Naturpark Steinwald.

SoVD-Erlebnisreise zum Naturpark im Fichtelgebirge

SoVD Krähenwinkel-Kaltenweide. Eine siebentägige Reise in den Naturpark Steinwald im südlichen Fichtelgebirge hatte sich der SoVD-Ortsverband vorgenommen. Die einzigartige Basilika Vierzehnheiligen, ein architektonisches Meisterwerk von europäischem Rang, wurde besichtigt. Kulmbach, der Stadt am Zusammenfluss des Roten und Weißen Mains, bekannt für Biere von Weltruf und eine der imposantesten Burganlagen Deutschlands war die nächste Station. Eine Führung im traditionsreichen Kulmbacher Mönchshof, in dem seit mehr als 600 Jahren fränkische Brautradition bewahrt wird, wurde im Brauereimuseum fundiertes Wissen über das Thema Bier vermittelt. Stützpunkt war das Steinwaldhaus Erbendorf am Naturpark Steinwald. Die Stadt wurde erstmals urkundlich im Jahre 1109 erwähnt und war bereits im Mittelalter ein Markt mit Stadtrechten. Die Gruppe entdeckte viel Sehenswertes in der Stadt, die Häuserensembles am Marktplatz, die katholische Stadtpfarrkirche oder die wehrhafte Martin-Luther-Kirche, die Mariensäule und die prachtvolle Felsenformationen im Naturpark Steinwald, wo eine Wanderung durchgeführt wurde. Es folgte eine Fahrt durch das Fichtelgebirge nach Marktredwitz, Wunsiedel-Luisenburg, Fichtelsee, Ochsenkopf, Bischofsgrün und Warmensteinach. Die erste urkundliche Erwähnung von Marktredwitz, stammt aus dem Jahr 1140. Marktredwitz ist eine Brücke zwischen West und Ost. Wunsiedel mit dem Luisenburg-Felsenlabyrinth ist ein Felsenmeer aus Granitblöcken. Es ist Europas größtes Felsenlabyrinth. Der Fichtelsee ist ein etwa 10,5 Hektar großer künstlich angelegter Stauweiher zwischen Ochsenkopf und Schneeberg. Der Ochsenkopf ist der zweithöchste Berg des Fichtelgebirges mit einer Höhe von 1.024 Metern. Zum Ochsenkopf führt aus Süden und Norden jeweils ein Sessellift. "Die Fahrt damit war ein tolles Erlebnis", berichtet SoVD-Sprecher Siegfried Wandelt. Bischofsgrün ist ein Heilklimatischer Kurort am Ochsenkopf. Der Ort hatte schon im Jahr 1204 eine Pfarrkirche. Warmensteinach ist ein Luftkurort im oberen Steinachtal, im Herzen des Fichtelgebirges. "Ein fröhliches Erlebnis folgte am nächsten Tag mit der Nostalgiebahn auf Rädern über Land nach Friedenfels-Wiesau, weiter bis Großbüchelberg. Eine Ganztagsfahrt mit Reiseleitung führte uns tags drauf nach Bayreuth", erklärt Siegfried Waldelt weiter. Weltberühmt ist das Bayreuther Festspielhaus mit den Aufführungen von Richard-Wagner. Es wurde in den Jahren 1872–75 errichtet. Der Besuch des Schlosses und des Eremitage Parks wurde absolviert. Weiter ging die Route über Gößweinstein nach Pottenstein. Gößweinstein ist einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte im Erzbistum Bamberg. Seit fast einhundert Jahren kommen Besucher aus der ganzen Welt, um die Teufelshöhle bei Pottenstein zu erkunden. Die Tropfsteingebilde sind majestätisch groß und feingliedrig, selbst ein komplettes Höhlenbärenskelett ist zu sehen. Im GEO-Zentrum in Windisch Eschenbach ist die "Kontinentale Tiefbohrung Oberpfalz" mit 9.101 Metern eine der tiefsten Bohrungen weltweit zu finden. Einen Höhepunkt des Besuches bildetete die Besteigung der höchsten Landbohranlage bis auf die Arbeitsbühne in knapp 20 Metern Höhe. Weiden in der Oberpfalz ist eine weltoffene Stadt, die eine reizvolle Altstadt hat. Der Basaltkegel vom "Hohen Parkstein" bei Weiden stellt mit seinen mustergültig ausgebildeten Säulenformationen und der gut aufgeschlossenen Schlot-Breccie ein bewundernswertes, von Alexander von Humbold als "schönster Basaltkegel Europas" bezeichnetes Geotop dar. Auf der Heimfahrt bei einem Stadtrundgang in der Porzellanstadt Selb konnte die größte Kaffeekanne der Welt, der Porzellanbrunnen, das Regenbogenhaus, und das Porzellangässchen erkundet werden.