Auf Wanderschaft

Der NABU setzt sich für die Sicherheit der Erdkröten ein.

NABU ruft zur Unterstützung bei Amphibienwanderung auf

NABU Langenhagen. Wenn Erdkröten, Molche und andere Amphibien in Langenhagen auf Wanderschaft gehen, sind sie auf Unterstützung angewiesen. Denn auf ihrem Weg aus den Winterquartieren zu den Laichgewässern müssen sie auch Straßen überqueren. Dies wird oft zu einer Todesfalle. "Daher sind wir auf die Rücksicht der Autofahrer und auf freiwillige Helfer angewiesen", bittet Ricky Stankewitz, erster Vorsitzender des NABU Langenhagen um Unterstützung.
Die in Langenhagen bekannten Wandergebiete werden mit den Verkehrsschildern "Achtung Krötenwanderung" durch die Stadt Langenhagen gekennzeichnet. Die Straße "An der Neuen Bult" wird durch Querbaken ab 19 bis 6 Uhr voll gesperrt. Ein Durchfahren zum oder vom Betriebshof / Wietzeblick ist nur für Mitarbeiter des Betriebshofs gestattet. Am Wietzeblick gilt ab 18 Uhr Halteverbot an den Parkplätzen. In dieser Wanderzone kümmern sich Naturfreunde aus der Kernstadt und Anwohner des Stadtwaldes um die wandernden Amphibien.
Eine weitere Wanderzone befindet sich am »Stucken-Mühlen-Weg« ungefähr auf Höhe des Waldsees in Krähenwinkel. Innerhalb dieser Zone wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer reduziert. Für diese Wanderzone sucht der NABU noch ein Team für die Betreuung.
Im Weiherfeld an der Straße "Ortleuth" befindet sich der Wanderbereich an einer Straße, die für den normalen Durchgangsverkehr grundsätzlich gesperrt ist. Da dies aber immer wieder missachtet wird, ist die Straße während der Wanderzeiten mit Querbaken gesperrt, um das Leben der hier wandernden Amphibien zu retten.
Im Bereich Evershorst wurde auch in diesem Frühjahr wieder ein Amphibienschutzzaun aufgestellt. Während der Wanderzeit müssen jeden Morgen bis 8.30 Uhr und bei optimalem Wanderwetter (Regen, plus acht Grad Celsius) auch jeden Abend gegen 23 Uhr die eingegrabenen Eimer entlang des Zaunes kontrolliert werden. Befinden sich Tiere in den Eimern, werden sie auf die jeweils gegenüberliegende Straßenseite gebracht und dort hinter den Zaun gesetzt.
Die Wirtschaftswege nördlich des Flughafens sind als Wanderzonen für Amphibien bekannt und ganzjährig nur für Anlieger freigegeben. Während der Wanderzeit sind Wohldamm und Woldtrift mit Querbaken komplett von 18 bis 6 Uhr gesperrt.
An der Kananoher Straße auf Höhe des Parkplatz Hasenheide queren Amphibien die Straße auf ungefähr 500 Meter Länge in einer leichten S-Kurve. Diese Straße kann für den Durchgangsverkehr nicht gesperrt werden. Die Geschwindigkeit ist in diesem Wanderbereich auf 30 Stundenkilometer reduziert.
Wer den NABU während der Amphibienwanderung nicht aktiv unterstützen kann, hat dennoch die Möglichkeit zu helfen: "Klären Sie bitte andere Autofahrer über den Grund der Geschwindigkeitsbegrenzungen auf: Unter Pkw entsteht ab einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilomertern ein Unterdruck, der zum Tode der unter dem Wagen befindlichen Tiere führt. Die Amphibien müssen also nicht unbedingt unmittelbar mit dem Reifen überfahren werden, um großen Schaden anzurichten. Umso wichtiger ist es, sich in den Wanderzonen an die angegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten", erklärt NABU Sprecherin Katja Woidtke.
Wer den NABU bei der Amphibienwanderung unterstützen möchte, melde sich bitte bei Ricky Stankewitz per E-Mail: ricky.stankewitz@nabu-langenhagen.de oder telefonisch unter (0511) 27 08 20 19.