Der Weg zur Krone wurde gefunden

Tauschring: Ausflug zur Marienburg

Langenhagen. Die alljährliche Spargel-Tour führte den Tauschring diesmal nach Nordstemmen zur Ausstellung “Der Weg zur Krone” auf der Marienburg. Hier konnten die Teilnehmer die Familien-Geschichte der Welfen, das älteste Fürstenhaus Europas, kennenlernen. Die Ausstellung nimmt Bezug auf das Jubiläum “300 Jahre Personalunion” und gewährt Einblicke in die Zeit als Hannover ein Königreich war - von 1814 bis 1866.
Die Hauptattraktion der Ausstellung ist die Königskrone mit Zepter und Brautkrone. Diese hat König Ernst-August von Hannover etwa 18 Jahre nach seiner Thronbesteigung anfertigen lassen und vererbte sie an seinen Sohn König Georg V. (der blinde König ) weiter. Sie wurde nie zu einer Krönung getragen. 1866, als die Preussen Hannover annektierten und der König das Land verlassen musste, wurde sie heimlich außer Landes geschafft und ist erst jetzt in der Ausstellung das erste Mal wieder zu sehen.
Das Schloss Marienburg war ein Geschenk König Georg V. an seine Frau Marie. Der Baubeginn war 1858, durch die Besetzung der Preussen wurden die Bauarbeiten 1866 jedoch unterbrochen. Auf Wunsch des Königs, bereits im Exil, blieb die Königin mit ihren Töchtern jedoch in Hannover, von dort zogen diese im September 1866 auf die noch immer im Bau befindliche Marienburg. Nach einem Jahr folgte aber auch sie dem König nach Östereich. Die Marienburg bleibt danach bis 1945 unbewohnt. Heute gehört die Marienburg zu den bedeutendsten neugotischen Bauwerken Deutschlands und befindet sich wieder im Familienbesitz der Welfen.