Die knurrenden Balzrufe nach der Winterstarre

Die Frösche haben unlängst mit ihrem Laichgeschäft begonnen.

Laichzeit bei den Grasfröschen

NABU Langenhagen. Erfreuliche Beobachtungen machte der NABU Langenhagen an den Kleingewässern in Kananohe, wo die Grasfrösche unlängst mit dem Laichgeschäft begonnen hatten. Ricky Stankewitz, erster Vorsitzender und Amphibienexperte der Ortsgruppe, konnte Mitte März an den für die Region Hannover betreuten Kleingewässern bereits 115 Laichballen an insgesamt sieben verschiedenen Stellen registrieren.
Stankewitz freut sich über die Vielfalt an den Kleingewässern, an denen neben Libellen und anderen Insekten auch verschiedene Lurcharten zu finden sind. „Jedes Jahr im Frühjahr, wenn die adulten Männchen der Grasfrösche aus ihrer Winterstarre erwachen, ihre knurrenden Balzrufe zu hören sind und wir die ersten Laichballen finden, wissen wir, dass sich unser Einsatz an den Tümpeln gelohnt hat“, erklärt der Amphibienexperte. Der Grasfrosch gehört zur Gattung der Echten Frösche. Auffallend ist das dunkelbraune Trommelfell der Tiere, das fast so groß ist wie ihr Auge. Grasfrösche zählen zu den Frühlaichern. Von Mitte März bis Ende April legen die bis zu elf Zentimeter großen Tiere ihre Eier ab, wobei das Männchen auf dem Rücken des Weibchens sitzt und die aus der Kloake austretenden Eier besamt. Während Erdkrötenlaich gut an den charakteristischen Schnüren zu erkennen ist, zeichnet sich der Laich der Grasfrösche dadurch aus, dass er in großen Ballen abgesetzt wird. Typischerweise sind diese Ballen in den vegetationsreichen Flachwasserbereichen von Kleingewässern zu finden. Sie können durchaus aus 700 bis 4.500 Eiern bestehen. Am vergangenen Samstag sind nun in Kananohe bereits die ersten Kaulquappen aus den Laichballen geschlüpft. „Die Entwicklung dieser Eier über Kaulquappen zu den Fröschen ist immer wieder faszinierend“, erklärt Stankewitz abschließend.