Ein bisschen wie eine Fußball-WM

Das Akkordeonorchester vor einer imposanten Kulisse.

Prädikat "ausgezeichnet" Akkordeon-Club-Langenhagen 74

AC Langenhagen. Alle drei Jahre findet es statt – eines der größten Akkordeonfestivals auf der ganzen Welt in Innsbruck/Österreich und der Akkordeon-Club Langenhagen 74 war zum achten Mal in seiner Vereinsgeschichte dabei, um sich musikalisch mit der Welt zu „messen“. Für die Teilnehmer so ein bisschen wie eine Fußballweltmeisterschaft. Hier dabei zu sein, ist jedes mal ein unbeschreibliches Erlebnis – allein während der Anreise trifft man auf viele Gleichgesinnte, die sich fröhlich auf vier schöne Tage unter atemberaubender Kulisse mit schneebedeckten Bergen und viel Musik, freuen.
Der ACL 74 war mit über 50 aktiven und passiven Mitgliedern dabei, um seine Stücke zu präsentieren, alte Freundschaften zu festigen und neue Musikfreunde kennen zu lernen! Atemberaubend war die Vielzahl von Sprachen, die man im Kongresszentrum der Stadt Innsbruck hören konnte. Aus mehr als zehn Nationen waren sie angereist, die begeisterten Akkordeonspieler, um dabei zu sein, wenn es mal wieder heißt – Innsbruck „klingt“!
Auch die Spieler des ACL 74 e.V. hatten sich im Vorfeld mit drei Konzerten gut vorbereitet und somit trat der Dirigent und musikalische Leiter des Vereins, Dietmar Steinhaus, zunächst mit seinem Jugendorchester an. In der Kategorie Jugendorchester dürfen die Teilnehmer bis zu 21 Jahre alte sein und somit haben die Spieler des ACL 74 e.V., die im Altersdurchschnitt kaum über 16 Jahren liegen, eine großartige Leistung vollbracht und die Irische Rhapsody von Ivan Black souverän und mit viel Gefühl vorgetragen. Trotz einer kleinen Panne durch ein beim Transport beschädigtes Instrument setzten sich die Jugendlichen locker gegen die starke Konkurrenz durch.
Am nächsten Morgen waren die „Großen“ dran und starteten für das Land Niedersachsen im großen Saal „Innsbruck“. Hunderte von Zuschauern waren gekommen, um die Orchester in der Oberstufe anzuhören. Das 1. Akkordeonorchester hatte bei seiner achten Teilnahme in Innsbruck ein großes Experiment gewagt und eine Eigenkomposition des musikalischen Leiters, Dietmar Steinhaus, vorgetragen. Somit muss das Lied nicht nur perfekt gespielt werden, sondern hauptsächlich besteht die Schwierigkeit auch darin, der strengen Jury die Inhalte der Komposition nahe zu bringen. Der Tango Nuevo „Assoluta“ ist ein Stück, in der sentimentale Leidenschaft und die unterschiedlichen Charaktere von Mann und Frau näher gebracht werden sollen. Für das Orchester sowie den Dirigenten und die Solistin am Klavier, Erika Neufeld, war es eine besondere Erfahrung, gemeinsam eine Uraufführung zu präsentieren. Das erlebt man nicht oft und alle Spieler waren hoch motiviert und konzentriert und das Zusammenspiel der vielen unterschiedlichen Klangfarben klappte hervorragend. Am Ende brandete tosender Applaus auf und viele Zuhörer hielt es nach dem gelungenen Vortrag nicht mehr auf den Stühlen, was alle Beteiligten mehr als glücklich machte.
Das Jugendorchester wurde vom deutschen Musikrat mit dem Prädikat "ausgezeichnet" für ihren hervorragenden Vortrag belohnt und auch das 1. Orchester hat ein gute Leistung bescheinigt bekommen. In drei Jahren heißt es wieder – Innsbruck klingt und auch der Akkordeon-Club-Langenhagen wird da wieder ganz vorne dabei sein.