Einzigartige Natur- und Kulturlandschaft

Viel Wissenswertes nahmen die Langenhagener von ihrer Reise nach Brandenburg mit.

Ü 50 des SCL vier Tage im Spreewald

SC Langenhagen. Die Fußballsenioren des SC Langenhagen steuerten in diesem Jahr über Himmelfahrt den Spreewald für ihre viertägige Jahresabschlussfahrt an. Die wieder von Helga und Fritz Rohn organisierte Fahrt war in jeder Beziehung vielseitig:
Etwa eine Autostunde südlich von Berlin liegt die in Europa einzigartige Natur- und Kulturlandschaft, der Spreewald. Seit 1990 zählt sie zu den UNESCO-Biosphären-Reservaten. Auf einer Fläche von rund 480 Quadratkilometern präsentiert sich der Spreewald als äußerst abwechselungsreiche Region. In dem faszinierenden und einzigartigen Wasserlabyrinth schlängeln sich hunderte von Wasserläufen der Spree durch Felder, Wälder und idyllischen Siedlungen.
Ausgehend vom Hotel „Van der Valk“ in Niewitz lernte die Gruppe Ortschaften wie Lübben, Schlepzig, Lübbenau und natürlich das Museumsdorf Lehde kennen.
Die klassische Art, das „Venedig Brandenburgs“ zu erkunden, ist die mit dem traditionellen Spreewaldkahn. Dies wurde von der Gruppe auf zwei Kähnen umgesetzt mit einer Fahrt von Lübben nach Schlepzig, wie im Bild zu erkennen. Der Fährmann steuerte mit dem „Rudel“, einer etwa 4m langen Holzstange, zwei vollbesetzte Kähne über die Spree und einige der vielen „Fließe“. Diese sind in der letzten Eiszeit entstandene Flussarme, die insgesamt stolze 1.500 Kilometer umfassen. Die Gruppe konnte sich zurücklegen und genießen! Beeindruckend waren die Feuchtwiesen, Moore und der Waldbestand mit vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten. Auffällig waren die „Aktivitäten“ der Biber, die dutzendweise Bäume angenagt und sogar teilweise gefällt haben. Zwischenstopps ermöglichten der Gruppe die Schlossbesichtigung in Lübben und eine Führung durch die Schnapsbrennerei in Schlepzig. Während einer Stadtführung durch Lübbenau erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes über Schlösser, Dorf- und Familiengeschichten durch einen „traditionellen Wendenführer“. Wenden und Sorben, von denen es noch heute etwa 60.000 in Sachsen und Brandenburg gibt, bildeten Mitte des ersten Jahrtausends die Urbevölkerung dieser Region, die aus dem Osten Europas eingewandert war. Die traditionelle Lebensweise der Sorben und Wenden konnte im Freilicht-Museumsdorf Lehde nachempfunden werden.
Wahrzeichen und Verkaufsschlager der Region sind die Spreewälder Gurken – und das schon seit dem 16. Jahrhundert. Gurkenliebhaber sind überzeugt, dass aus dieser Region zwischen Lübbenau und Schlepzig die frischesten und knackigsten Gurken kommen – dies testete die Gruppe ausgiebig und kann es auch bestätigen !
Den Abschluss bildete auf der Rückfahrt die Führung durch die Baruther Glashütte. Die Glasbläserei kann auf eine 300-jährige Geschichte zurückblicken. Eine Besonderheit der Glashütte in Baruth war die Entwicklung der Thermosflasche um 1900 durch Reinhold Burger.