Empfehlenswertes, vielfältiges Programm

Auf Kultur-Pfaden: Reisegruppe des Langenhagener SoVD.

Langenhagener SoVD unterwegs an der Mosel

Langenhagen. Die SoVD-Ortsverbände Langenhagen und Krähenwinkel/Kaltenweide reisten an die Mosel nach Leiwen/Eurostrand, idyllisch gelegen an der schönsten Moselschleife zwischen Trier und Bernkastel. Bei der Anreise wurde die 850 Jahre alte Burg Eltz besucht, die seit mehr als 30 Generationen der Stammsitz der Grafen und Edlen Herren von und zu Eltz ist. Die deutsche Musterburg wurde nie zerstört und zierte viele Jahre den 500-DM Schein, Am nächsten Tag lernte die Gruppe die hübsche Stadt Luxemburg kennen. Die ersten Siedlungsspuren auf dem Gebiet des heutigen Luxemburgs gehen auf die Kelten zurück und stammen aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus. Ungefähr einhundert Jahre später drangen Römer in das Land ein. Im fünften Jahrhundert nach Christus drängten die germanischen Franken die Römer zurück. Bei einer Stadtführung wurden die Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale Notre-Dame de Luxembourg und Regierungssitz des Großherzogtums Luxemburg näher gebracht. Ein weiter Höhepunkt waren die Kasematten. Sie entstanden 1644 zur Zeit der spanischen Fremdherrschaft. Der eigentliche Ausbau der insgesamt 23 Kilometer langen unterirdischen Galerien erfolgte 40 Jahre später. Die auf verschiedenen Ebenen angelegten Befestigungsgänge reichten bis in 40 Meter Tiefe hinab. Die geschichtsträchtigen Festungsbollwerke und die Altstadt gehören seit 1994 zum UNESCO-Welterbe an. Auf dem Kirchberg befinden sich die sehenswerten Gebäude des Europäischen Gerichtshofs, des Europäischen Rechnungshofs, der Europäischen Kommission, der Europäischen Investitionsbank und des Parlaments der Europäischen Union. Am nächsten Tag war eine Fahrt mit dem Schiff auf der Mosel von Leiwen nach Bernkastel-Kues angesagt. Sehenswert war in Bernkastel der mittelalterliche Marktplatz mit seinen Giebelfachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert, unter denen das aus dem Jahre 1416 stammende schmale Spitzhäuschen besonders hervorsticht. Um den St. Michaelsbrunnen von 1606 gruppieren sich eine Reihe gut erhaltener Bauten und auch das Renaissance-Rathaus von 1608. Über dem Stadtteil Bernkastel liegt die Burgruine Landshut.
Weiter ging die Reise zur Saarschleife. Vom Aussichtspunkt Cloef aus liegt das kleine Naturwunder dem Betrachter atemberaubend schön zu Füßen. Der nächste Stop in Mettlach war die Firma Villeroy & Boch, bekannt für die Herstellung von Keramikwaren. Das Unternehmen befindet sich seit etwa 265 Jahren, immer noch größtenteils, in Familienbesitz. Das Keramikmuseum in der Konzernzentrale zeigt Beispiele und Fertigungsverfahren seit der Firmengründung. Das nächste Ziel war Trier. Die Stadt wurde vor mehr als 2.000 Jahren unter dem Namen Augusta Treverorum gegründet und beansprucht den Titel der ältesten Stadt Deutschlands für sich. Trier beruft sich hierbei auf die längste Geschichte als bereits von den Römern anerkannte Stadt. Bei einer Stadtrundfahrt wurden die Römischen Baudenkmäler wie das Amphitheater, die Barbarathermen, die Kaiserthermen, die Konstantinbasilika, das Porta Nigra, die Römerbrücke, die Igeler Säule, der Dom sowie die Liebfrauenkirche gezeigt, sie zählen seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Den Abschluß bildete ein Spaziergang von der Porta Nigra bis zum Dom. Eine Moselschifffahrt von Bernkastel nach Traben-Trarbach auf der Heimfahrt rundete die Reise ab.