Engelbosteler Schützen feierten Familienfest

Bewegender Moment auf den Klaus Wauschkuhn-Nitsche schon lange gewartet hat - Vorsitzender Rolf Vogt und vorheriger König Alexander Brede ubergeben dem erstmaligen Konig die Ehrenscheibe. (Foto: C. Meyer)

Champions-League-Finale nebenbei

Engelbostel (com). 111 Jahre Vereinsgeschichte und 40 Jahre Damenabteilung – der Engelbosteler Schützenverein besitzt als ältester Schützenverein in Langenhagen nicht nur Tradition, sondern auch besondere Freude am Feiern. Das haben die Schützenschwestern und -brüder bei ihrem Volksfest am vergangenen Wochenende wieder einmal unter Beweis gestellt. Das traditionelle Schützenfest konnten die Schützen in diesem Jahr bei herrlichem, sonnigen Maiwetter auf dem Hof der Gaststätte Tegtmeyer ausgelassen feiern.
Zur Eröffnung des Festes am Sonnabend nahmen Vereinsvorsitzender Rolf Vogt und sein Vorstand sowie Ortsbürgermeisterin Gudrun Mennecke gegen 14 Uhr Ehrungen vor und proklamierten die Majestäten. Gudrun Mennecke gab als Stifterin des Mennecke-Ordens und des Mennecke-Jugend-Wanderpokals, die Sieger bekannt und zeichnete diese aus. Pokalsieger wurde bei den Jugendlichen Philipp Nordmeyer, gefolgt von Nils Haster und Robin Gießelmann. Bei dem Jugendpokal war ein Teiler von 100 gefordert. Den Mennecke-Pokal, bei dem ein 111-er Teiler gefordert war, ergatterte sich auf dem ersten Platz Barbara Nitsche, Zweite wurde Marita Ulbig und den dritten Platz erlangte Edith Fehrer. Abschließend erfolgte die Übergabe der Königsscheiben an die neuen Majestäten: Jugendkönig Philipp Nordmeyer, Königin Regina Brandes und König Klaus Wauschkuhn-Nitsche.
An diesem strahlenden Nachmittag wurde für jedermann das passende Angebot geboten. Die Kleinen konnten sich schminken lassen, auf der Hüpfburg austoben oder auf einem Polizeimotorrad sitzen. Auch der Treckerclub Engelbostel war wieder unterstützend mit dabei und lud zu einer Planwagenfahrt bei bestem Wetter ein. Musikalische Unterhaltung boten das Saxophonquartett Hannover, der Spielmannzug sowie das Bläsercorps des Schützenvereins. Neben Bratwurst und Kuchen gab es die beliebten Spezialitäten aus dem Hause Tegtmeyer. Auch die Fußballfans mussten an diesem Tag nicht wieder nach Hause gehen, sondern konnten sich in geselliger Runde das Champions-League-Finale in der Gaststube des Vereinswirts ansehen.
Auf dem Saal sorgten am Abend die Hugoband und die Heiligen Engelbosteler Schwestern mit ihrem legendären einstudierten Stück aus dem Musical „Sister Act“ für die richtige Stimmung. In diesem Rahmen wurden auch die Siegerinnen des Pokalschießens der Damen von Damenleiterin Ilona Vogt bekannt gegeben. An diesem Mannschaftswettbewerb nahmen 92 Damen teil. Die Gruppe „ASS-Trio 4“ um Anke Frehrking-Kreitlow, Susanne Haster und Silvia Bunge gewann mit 85 Ring und 310,7 Teiler. Die besten Einzelergebnisse erzielten Claudia Loitz mit 27,2 Teiler, gefolgt von Sarah Wagner mit 50,8 Teiler und Gudrun Dobbert mit 80,9 Teiler. Wie gewohnt wurde der Saal bei Tegtmeyer am Abend wieder bis in die frühen Morgenstunden zu einer Partymeile umgewandelt.
Am zweiten Festtag ging es nach einem stärkenden Kater-Brunch gegen 14 Uhr zum Ausmarsch und Anbringen der Scheiben los. Hoch auf der Leiter waltete Scheibenkieker Rainer Prendel dreimal seines Amtes. Er brachte, die von Malermeister Sensing gefertigten Ehrenscheiben, mit jeweils einer charmant-humorvollen Rede und auch dem ein oder anderen Anekdötchen an die Außenfassenden der Häuser an.
Am 23. September geht es bei den Schützen weiter, dann wird in Kombination mit dem Hegermarkt das Erntefest – wieder auf dem Hofe Tegtmeyer – ausgerichtet.