Erschöpft, aber glücklich

Hubertus Langenhagen I nach der Siegerehrung.

Hubertus kämpft sich bis ins Finale des Deutschen Voltigierpokals

RFVoV Hubertus Langehagen. Nach drei anstrengenden und überaus erfolgreichen Turniertagen, kehrten die Voltigierer vom Reit-, Fahr- und Voltigierverein Hubertus Langenhagen erschöpft, aber glücklich vom Deutschen Voltigierpokal 2016 aus Dorum ins heimische Krähenwinkel zurück.
Der Deutsche Voltigierpokal ist ein bundesweiter Wettkampf der Stiftung Deutscher Voltigiersport, in dem sich die besten L-Gruppen Deutschlands messen. Jeder Landesverband darf bis zu drei Gruppen entsenden, die sich im Vorfeld in Qualifikationsturnieren oder auf Sichtungen durchsetzen mussten. Die Sieger erhalten einen Wanderpokal und das Recht, im kommenden Jahr den Wettbewerb in ihrem Landesverband ausrichten zu dürfen und sind im Folgejahr als Teilnehmer gesetzt.
Die Mannschaft Hubertus Langenhagen I war eine der Gruppen, die für den Pferdesportverband Hannover ins Rennen geschickt wurden. Gemeinsam fuhren Sie mit Ihrem Gruppenpferd Privo in den hohen Norden zum Wurster Reitklub nach Dorum. Für Voltigierer und Pferd war es die erste Teilnahme an einem bundesweiten Turnier. Entsprechend beeindruckend war die Kulisse. Nachdem Privo am Freitag die Verfassungsprüfung erfolgreich absolviert hatte, begannen Sonnabendmorgen die Qualifikationsprüfungen für die 29 besten L-Gruppen Deutschlands. Die Voltigiererinnen von Hubertus übernahmen nach der Pflicht zunächst die Führung der ihrer Abteilung. In der Kür zeigten sie eine solide Leistung, konnten jedoch ihren Vorsprung nicht halten. Durch ihre vorab guten Pflichtnoten schaffte es die Mannschaft am Ende auf den dritten Platz und erkämpfte sich damit den Einzug ins Finale der besten zehn Gruppen. Zudem erhielt die Voltigiererin Michaela Göllnitz eine Ehrung für die beste Pflicht der zweiten Abteilung und eine goldene Schleife. Mit Spannung ging es nach einer kurzen Nacht am frühen Sonntagmorgen in die Finalprüfungen. Privo, dem bereits am Vortag beim Betreten des Wettkampfzirkels das Herz in die Hose gerutscht war, beschloss kurzerhand bei Prüfungsbeginn, die Halle mit den jubelnden Zuschauern und dem Meer aus bunten wirbelnden Fähnchen nicht mehr betreten zu wollen und trat den Rückzug an. Das beherzte Eingreifen seiner Longenführerin konnte ihn jedoch zu einem weiteren Auftritt überzeugen und so lief der 13-jährige Hannoveraner Wallach höchst aufmerksam aber brav seine Runden. Leider hatte die Gruppe in der Pflicht einen Sturz zu verzeichnen, so dass in der Kür kurzfristig eine Ersatzvoltigiererin einspringen musste. Dank einer starken Kür konnte sich die Gruppe um drei Plätze nach vorne kämpfen und erreichte schließlich einen erfolgreichen siebten Platz im Deutschen Voltigierpokal der L-Gruppen 2016. „Für uns war bereits die Nominierung zu diesem Wettkampf ein riesen Erfolg.“ sagt Longenführerin Anika Engelbrecht. „Zu den zehn besten Gruppen dieses Championats zu gehören, ist der Wahnsinn! Wir sind unglaublich glücklich darüber!“