Fünf Jahre Treckerclub Engelbostel

Die Vorstandsmitglieder des Treckerclubs Engelbostel mit einem Lanz-Bulldog, dem Prachtstück der Fahrzeugschau. Foto: E. A. Nebig

Der gemeinnützige Verein hat fast 250 Mitglieder

Engelbostel (ne). Bei strahlendem Sonnenschein ging jetzt aus Anlass des fünften Gründungstages der Tag der Offenen Tür des Treckerclubs Engelbostel mit vielen Besuchern auf dem Festplatz über die Bühne. Die Veranstaltung zog Besucher aus ganz Langenhagen und dem Umland an. Der Treckerclub Kaltenweide und weitere Interessengruppen unterstützten den Veranstalter.
Vor fünf Jahren gründeten 22 technisch und geschichtlich interessierte Bürger auf dem Hof Biester den Treckerclub Engelbostel. Die Initiative ging dabei von Manfred Auras, Herbert Biester und Kurt Geveke aus. Alle Gründungsmitglieder krempelten damals die Ärmel auf, erarbeiteten eine Satzung und stellten bereits vier Wochen nach Gründung ihres Vereins zehn Trecker-Oldtimer aus den Baujahren von 1954 bis 1965 auf der Agritechnika-Messe aus. Speziell waren es damals Hamonag- Fabrikate. Bei der ersten Jahreshauptversammlung auf dem Hof Biester, wenige Wochen nach der Gründung, wählten bereits 33 Mitglieder einstimmig einen Vorstand mit Manfred Auras als Vorsitzendem; er ist es noch heute. Gemeinsam mit seinem Vorstandsteam baute er den Club kontinuierlich auf. Man schuf eine Satzung in der sich der Verein unter anderem die Erhaltung historischer landwirtschaftlicher Fahrzeuge und Anbaugeräte sowie die Dokumentation der technischen Dorfgeschichte zum Ziel setzte. Zudem beschlossen die Mitglieder, dass der Club die Aktivitäten der örtlichen Vereine in Engelbostel und Umgebung unterstützen solle: Wir wollen für das Dorf da sein, lautet die Devise. Und dieses Ziel hat der mittlerweile gemeinnützige Verein auch erreicht, das wurde besonders bei der Fahrzeugschau am Sonntag deutlich, an der sich auch der Treckerclub Kaltenweide und die Hanomag Interessengemeinschaft sowie der Engelbosteler Schmiedemeister Gerhard Engelke mit seiner transportablen Schmiede beteiligten.
Bei der Oldtimer Fahrzeugpräsentation waren legendäre Trecker zu sehen: An der Spitze ein Lanz-Bulldog neben Hanomag-Fabrikaten verschiedenster Baureihen. Marken wie Farmer, MAN, Eicher, Normag und Güldner dürfen hier ebenfalls nicht vergessen werden. Kurz und gut, es wurde Treckergeschichte eines halben Jahrhunderts mit zahlreichen Fabrikaten dokumentiert und mit dem Fachpublikum stundenlang über Treckertechnik und Methoden zur Restaurierung diskutiert.
Für das leibliche Wohl war im Festzelt bestens gesorgt, und für musikalische Unterhaltung sorgten die Flying Drums aus Hainholz. Selbstverständlich war auch an die kleinen Besucher mit einem Kinderprogramm gedacht worden. Zudem hatte Mike Scheer ein Glücksrad aufgebaut, um nur einige Programmpunkte zu nennen.
Im Verlauf des Tages vergrößerte sich die Mitgliederzahl des Treckerclubs Engelbostel von 234 auf 241; selbstverständlich werden aber auch weiterhin Interessierte aufgenommen. Dazu muss man aber keinen Oldie-Trecker mit einbringen, wohl aber die Liebe zu diesen Veteranen, sagt Vorsitzender Auras. Die Kontaktaufnahme ist möglich unter Telefon (01 75) 9 30 06 90 oder unter b.auras@t-online.de.