Geheimnisse unter dem Hauptbahnhof?

Im Halbdunkel erforschten die Langenhagener Judoka die Hannoversche Unterwelt.

Schaurig-schöner Ausflug der VfB Judoka nach Hannover

VfB Langenhagen. Wie schwer ist Ernst-August? Wie bekommt man ein Kammerorchester in einen Gully? Warum gibt es die Bahnsteige 5 und 6 nicht? Wieso war eine Demo in Hannover erfolgreicher als in Stuttgart? Warum hält ein Fahrstuhl auf drei Etagen, obwohl nur zwei davon genutzt werden? Und warum schlugen einige Teilnehmer zum Schluss aufeinander ein?
Wer bei der Weihnachtsfeier der Judoka des VfB Langenhagen dabei war, kennt die Antworten auf diese Fragen. Der Hauptbahnhof in Hannover war Thema. Wer weiß denn schon, dass unter dem gesamten Bahnhofsvorplatz ein Bunker existiert, der während der Fußball WM rund 500 Mexikanern Quartier für eine Nacht war, weil diese ihren Zug verpasst hatten. Und vor allem, wo die Einstiege dazu sind. Oder wer kennt noch die Fahrklassen 3 und 4? Die geschichtliche Entwicklung des Bahnhofs wurde nicht nur interessant erzählt, sondern auch noch durch Bilder verdeutlicht. Höhepunkt der Besichtigung war auf jeden Fall die Geisterstation unter der U-Bahn-Station Hauptbahnhof. Diese wurde Anfang der 70er-Jahre für die D-Linie gebaut, die so nie in Betrieb gegangen ist. Im Halbdunkel konnten die vorgesehenen Rampen für die Rolltreppen und das Gleisbett erforscht werden und das Grollen der U-Bahnen, die über den Köpfen fuhr, ergänzte die besondere Atmosphäre. Im Anschluss an die Führung erklärte Carsten noch in der U-Bahn-Station Hauptbahnhof, woran man dort erkennen kann, dass darunter noch ein Geheimnis verborgen ist. Anschließend besprachen die Teilnehmer die Erlebnisse beim leckeren Mittagessen im Steakhaus, bevor sich alle in die Weihnachtspause verabschiedeten.
Nach den Ferien sind die Judoka wieder dienstags und donnerstags ab 19.45 Uhr in der Gymnastikhalle des Gymnasiums an der Konrad-Adenauer-Straße zu finden. Interessierte sind immer willkommen.