Gruppe „Mittendrin“

Mitglieder der St.-Paulus-Gemeinde waren beim Ausflug zur Ginseng-Farm dabei.

Langenhagener erforschten Ginseng-Farm

Langenhagen. Seit einigen Jahren gestalten die unternehmungslustigen Senioren der Gruppe „Mittendrin“ gemeinsam einen Teil ihrer Zeit und erstellen hierfür zweimal im Jahr ein Programm. Dies enthält neben Aktivtouren wie Wanderungen, Radtouren oder Besichtigungen unterschiedlichster Einrichtungen auch gemütliche Unternehmungen wie Spieleabende oder gemütliche Zusammenkünfte mit Essen und Trinken.
Für ihren Ausflug im Februar hatten sich die Mitglieder der St.-Paulus-Gemeinde Langenhagen die FloraFarm – Deutschlands einzige Ginseng-Gärten - in Walsrode-Bockhorn ausgesucht.
Vor über 30 Jahren begann Landwirt Heinrich Wischmann auf seinem idyllisch gelegenen Heidehof mit den ersten Experimenten, die ursprünglich in Asien beheimatete Heilpflanze auf niedersächsischem Boden anzubauen. Nach 10 Jahren, in denen viel experimentiert und Rückschläge eingesteckt werden mussten, konnte er tatsächlich die ersten Ginsengwurzeln ernten. Ein langer Weg, der sich aber gelohnt hat: Heute gedeihen in den einzigartigen Ginseng-Gärten wirkstoffreiche Wurzeln, aus denen hochwertige Ginsengarznei und -kosmetik hergestellt werden.
Ginsengkennerin Christa Voß begrüßte die Gruppe auf dem historischen Helkenhof, um sie über die Besonderheiten des Ginsenganbaus und die umfassenden Wirkweisen der „Menschenwurzel“ auf den menschlichen Organismus zu informieren. Auch die abenteuerliche Geschichte, wie die Heilwurzel den Weg von Asien in die Lüneburger Heide fand, erzählte sie den interessierten Gästen. Diese konnten sich vor Ort davon überzeugen, dass die Ginsengwurzeln zu dieser Jahreszeit noch verborgen unter der Erde schlummern, um so ein Maximum an Kraft für den Wachstumsstart im Frühjahr zu sammeln. Ein interessanter Film sowie die informativen Erzählungen von Frau Voß verschafften den Ausflüglern jedoch einen ausführlichen Einblick in die Welt des Ginsengs. Natürlich konnte jeder auch einmal den typischen Geschmack der wertvollen Wurzel kosten.
Die wahren Gaumenfreuden erfuhr die Gruppe dann bei einem stärkenden Mittagessen im Ginseng-Café. „Ein rundum interessanter und spannender Ausflug“, dankten die Teilnehmer Ruth Busse, die an diesem Tag für die gelungene Organisation der Tour verantwortlich war.