Mehr Spiel als Fußball

Die SCL-Fußball-Bambinis sollen weiterhin gefördert werden.

SCL-Bambinis bekommen Training

SCL. Die vorbildliche Jugendarbeit des SCL in der Abteilung Fußball setzt sich fort. Im März wurde eine Mini-G-Mannschaft für Kicker zwischen drei und fünf Jahren unter Leitung von Bahadir Demirkol gegründet. Wie so häufig bei den Jüngsten, kam dieser durch seinen vierjährigen Sohn Kayan zu dieser Aufgabe, der unbedingt Fußball spielen wollte. In der G-Jugend-Mannschaft hat er sich als Jüngster nicht wohl gefühlt. Mit Papa als Trainer war das Feuer aber schnell wieder entfacht.
Vor Ostern fanden sich zwölf motivierte Kinder (und Eltern) zur ersten Spielstunde ein. “Ich habe mir im Vorfeld viele Gedanken über die Ausgestaltung gemacht. Wenn ich die Bambinis in diesem Alter begeistern möchte, dann sollte die Spielstunde vom ersten Moment an Spaß machen”, sagt Bahadir Demirkol.
Dirk Böker, Abteilungsleiter des SCL-Fußball, unterstreicht diese Aussage: “Der fußballerische Aspekt darf bei den Bambinis nicht im Vordergrund stehen. Das Training sollte vielseitig in Form von Laufen, Springen, Werfen, Ballspielen und Spielen unterschiedlichster Art gestaltet sein. Dabei unterstützen wir unsere Trainer sehr gerne.”
Diese Spiele heißen etwa “Schwänzchen fangen”, “Diebe unterwegs” oder “Betreuerschießen”. Übungen mit dribbeln, schießen und passen dürfen natürlich nicht fehlen. Dabei ist sehr viel Motivationsfähigkeit, Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt. Oftmals dauert die Erklärung einer Übung länger als die Aufgabe selbst. Und das Abschlussspiel ist eine spaßige “Massenjagd nach dem Ball”.
Nach drei Monaten zieht der Trainer ein positives Fazit: "Inzwischen kann ich mir von allen 20 Bambinis die Namen merken. Aber die Herausforderung steigt. Es kommen weiterhin Anfragen für eine Probestunde dazu. Jeder ist willkommen. Toll für die Kinder war auch das Mini-Sportabzeichen des Landessportbundes im Juni, dass wir als erstes Team beim SCL machen konnten.”
Und ist schon ein kommender Nationalspieler zu erkennen? “Keine Ahnung”, sagt Bahadir Demirkol, “und auch für mich nicht wichtig. Der Spaßfaktor und die Gemeinschaft stehen eindeutig im Vordergrund.”