Mit 1.100 Mitgliedern groß aufgestellt

Der alte und neue Vorstand des NABU-Langenhagen (von links): Wilhelm Zabel (Kassenwart), Georg Obermayr (Schriftführer), Silke Brodersen (Beisitzerin), Ricky Stankewitz (erster Vorsitzender), Gunter Halle (zweiter Vorsitzender); es fehlen Christine Pracht und Carsten Engelke. (Foto: K. Woidtke)

NABU-Mitgliederversammlung mit Ausblick

NABU Langenhagen. Gunter Halle, zweiter Vorsitzender des NABU-Ortsvereins, eröffnete nach einem kurzen Grußwort durch den ersten Vorsitzenden Ricky Stankewitz die NABU-Mitgliederversammlung mit einem Vortrag über den zum "Vogel des Jahres 2015" gewählten Habicht. Anschließend präsentierte Ricky Stankewitz den Jahresbericht 2014 und gab Ausblicke auf das kommende Jahr. Bei den anstehenden Wahlen wurde Kassenwart Wilhelm Zabel in seinem Amt bestätigt. Als Kassenprüferin wurde für die nächsten zwei Jahre Monika Miesala-Dronia gewählt. Ricky Stankewitz bedankte sich bei der ausscheidenden Kassenprüferin Dorothee Przesdzink für ihre geleistete Arbeit. Außerdem wählte die Versammlung drei Delegierte für die Landesvertreterversammlung.
Stankewitz bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Helfern für ihre Einsätze bei 50 Veranstaltungen wie Führungen, Infostände und Vorträge, bei Horst Wiechers für seinen herausragenden Einsatz und bei Katja Woidtke für die Pressearbeit. Ein besonderer Dank ging an Georg Obermayr für die hervorragende Planung der Veranstaltungen, an Oliver Katenhusen für seine botanische Führung, sowie an Ulrike Hügel und Uwe Gohlke für ihre phantastischen Multivisions-Shows. Diese zählten zu den Publikumsmagneten.
Um gemeinsam im Naturschutz erfolgreich zu sein, hat der NABU Langenhagen aktiv mit anderen Vereinen zusammengearbeitet. So waren die Ehrenamtlichen beim Umweltforum im Schulbiologiezentrum an einem gemeinsamen Stand mit dem NABU Hannover vertreten, organisierten einen gemeinsamen Vortrag mit dem NABU Wedemark zum Thema "Solidarische Landwirtschaft" im Mooriz und reinigten zusammen mit der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen (NVL) die Nistkästen im Eichenpark und Stadtwald. Stankewitz hob besonders die gute Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover und dem Fachdienst Naturschutz der Stadt Langenhagen sowie die Kooperation mit der VHS hervor.
Wie wichtig die regelmäßigen Pflegeeinsätze an den Kleingewässern Langenhagens für den Erhalt der Biodiversität sind, erklärte Stankewitz am Beispiel der Flughafen-Kleingewässer. So konnten an drei von vier untersuchten Gewässern, deren Pflege der NABU Langenhagen im Jahr 2013 übernommen hat, bereits die Reproduktion von Kammmolchen und an sieben von 27 untersuchten Gewässern rufende Laubfrösche nachgewiesen werden.
Silke Brodersen und Christine Pracht hatten ein attraktives Programm für die Rudi-Rotbein-Gruppe und die Naturschutzjugend (NAJU) zusammengestellt. Ein Höhepunkt für die Mitglieder der Rudi-Rotbein-Gruppe war der Besuch eines Fernsehteams im Januar, das Aufnahmen für die BINGO-Umweltstiftung zum Thema Wintervogelfütterung gemacht hat. Die NAJU traf sich auf der Naturinsel zum Nistkastenbau und gab diese Nisthilfen anschließend an einem Infostand zur "Stunde der Gartenvögel" im CCL gegen eine Spende ab. Zu den monatlichen Treffen der Gruppen sind interessierte Kinder und Jugendliche herzlich eingeladen.
Besonders stolz zeigte sich Stankewitz über die Mitgliederentwicklung beim NABU. „Dass den Menschen der Schutz und Erhalt unserer Natur immer wichtiger wird, zeigen die bundesweit steigenden Mitgliederzahlen. So sind in Deutschland inzwischen über 540.000 Menschen Mitglied im NABU, davon allein in Niedersachen über 80.000. Ich freue mich sehr, dass sich dieser Trend auch im NABU Langenhagen fortsetzt. Es konnten im letzten Jahr über 400 neue Mitglieder begrüßt werden, so dass der NABU Langenhagen mit Stand vom 1. Januar 2015 die Zahl von 1.121 Mitgliedern verzeichnen kann.“
Mit dem Kauf einer rund 1,3 Hektar großen Fläche am Rodelberg in Krähenwinkel hat der NABU-Langenhagen die erste eigene Fläche im Stadtgebiet erworben. Hier sollen bis Ende 2016 Naturschutzmaßnahmen wie die Umwandlung der derzeitigen landwirtschaftlichen Brache hin zu extensiven Grünland mit hohem Blühpflanzenanteil durchgeführt werden. Außerdem ist die Anlage eines Kleingewässers geplant. Diese Maßnahmen sollen zur Erhöhung der Biodiversität in Langenhagen beitragen. „Langfristig hoffen wir durch die Herstellung verschiedener Trittsteinbiotope, insbesondere Kleingewässer und Heckenstrukturen, einen Biotopverbund schaffen zu können, der dazu beitragen wird, gefährdete Arten wie den Laubfrosch in Krähenwinkel wieder ansiedeln zu können. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass sich die angesiedelte Population mit benachbarten Vorkommen der Art austauschen kann.“