Räume mit Hainbuchen umrahmt

Das Naturerlebnis beeindruckte die Mitglieder des Hospizvereins. Ulrich Domdey (links) informierte zur Anlage auf dem Ricklinger Stadtfriedhof.

Hospizverein informierte sich in Ricklingen

Langenhagen. Bei schönstem Wetter unternahmen Ehrenamtliche des Hospizvereins nun einen Ausflug zum Ricklinger Stadtfriedhof Hannover. Ulrich Domdey, Vorsitzender des Landesstützpunktes für Hospizarbeit und Palliativversorgung in Niedersachsen, führte persönlich durch die Räume der Stille und vermittelte sehr anschaulich die Enstehungsgeschichte dieser besonderen Anlage auf dem Ricklinger Stadtfriedhof. Die Räume der Stille bestehen aus einem Andachtsraum, der von hohen Hainbuchen umgeben ist und fünf weiteren Bereichen, die Menschen unter freiem Himmel viel Platz zum Innehalten bieten. Sie greifen die fünf Phasen der Trauer auf: Verleugnen, Wut, Verhandeln, Schwermut und schließlich Annahme. "Gerade in der heutigen Zeit, wo viele Menschen anonym bestattet werden, ist es für die Hinterbliebenen oft besonders wichtig, einen Ort der Andacht aufsuchen zu können", meint Johanna Holze vom Hospizverein. Der Andachtsraum bietete die Möglichkeit zum Entspannen, zum Beten und zum Meditieren. Es ist kein spezifisch religiöser Ort, jedoch sind Menschen aller Religionsgemeinschaften willkommen, die Ruhe und Rückzug suchen.