Seehunde und die „Alte Liebe“

Um den Fisch und den Hafen kommt man in Cuxhaven nicht herum. Das und mehr erlebte die Gruppe des SoVD Krähenwinkel-Kaltenweide bei ihrer Tagesfahrt.

Gelungene SoVD-Tagesfahrt nach Cuxhaven

SoVD Krähenwinkel-Kaltenweide. Eine Busfahrt des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Ortsverband Krähenwinkel-Kaltenweide, Anfang Juni ging für die 48 Teilnehmer nach Cuxhaven. Die Rundfahrt führte an ausgedehnten Kuranlagen und weiten Stränden vorbei. Auf dem Döser Deich standen sie am nördlichsten Punkt Niedersachsens. Während der Weiterfahrt kamen sie am Fort Kugelbarke samt der namensgebenden Kugelbarke und dem 600 Jahre alten Schloss Ritzbüttel vorbei. Die Kugelbake gehört zu den Wahrzeichen Cuxhavens und ist auch im Stadtwappen verewigt. Sie steht an der Elbmündung und war früher in diesem stark befahrenen Schiffsgebiet ein wichtiger Orientierungspunkt. Anschließend ging es zum alten Fischerhafen und dem angrenzenden Fischindustriebereich. Der örtliche Reiseleiter informierte über die Entstehung des Hafens. Die Teilnehmer erfuhren, dass für Cuxhaven der Fisch nach wie vor besonders wichtig ist. Anlandung und Verarbeitung haben in der Fischindustrie einen sehr hohen Stellenwert und sichern viele Arbeitsplätze. Nächster Programmpunkt: die „Alte Liebe“, gleichzeitig Wellenbrecher, Schiffsanleger und Aussichtsplattform. Warum sie „Alte Liebe“ heißt, weiß niemand mehr genau. Es gibt aber zwei Theorien. Zum einen soll sie einem Schiff namens „Olivia“ als Anlegestelle gedient haben. Auf Plattdeutsch bedeutet „Oliv“: „Alte Liebe“. Die andere besagt, dass eines von drei dort untergegangenen Schiffen den Namen „Alte Liebe“ getragen habe. Ein automatischer Schiffsmeldedienst informiert die Besucher heute über die vorbeifahrenden Schiffe. Die Gruppe erlebte das Ein- und Auslaufen des im Frühjahr eingeweihten Hochgeschwindigkeits-Katamarans „Halunter Jet“. Er ist mit 52 Metern Länge und 36 Knoten, das sind ungefähr 70 Kilometer pro Stunde, der größte und schnellste Katamaran in der Deutschen Buch. Verkauft werden übrigens nur Sitzplätze, stehen wäre zu gefährlich. Für die Ausflügler des SoVD ging es nun etwas geruhsamer mit dem Panoramaschiff „Jan Cux“ am kilometerlangen Strand der Ortsteile Döse und Duhnen entlang zur Seehundbank Gelbsand, einer der größten Seehundbänke in der Nordsee. Selbst der Kapitän war überrascht, wie unzählbar viele Seehunde sich an diesem Tag dort tummelten. Die dort liegenden Robben waren farblich kaum von Sand zu unterscheiden. Im Wasser schwammen und tauchten noch viele weitere der possierlichen Tiere. Passend wurde ein Snack, bestehend aus einem mit fangfrischem Matjes belegten Baguettebrötchen serviert. Nach dem Ende der knapp dreistündigen Schiffsfahrt blieb noch etwas Zeit. Das Lotsenviertel ganz in der Nähe lockte mit kleinen Geschäften und Cafés zum Verweilen und Bummeln. Nach diesem Tag voller neuer Eindrücke ging es dann zurück, und alle waren sich einig: Schön war es!
Noch freie Plätze gibt es für die Fahrt des SoVD Krähenwinkel/Kaltenweide am 8. September zur größten Kürbisausstellung Berlin-Brandenburgs auf dem Erlebnishof Klaistow. In diesem Jahr dreht sich dort unter dem Motto „Kürbis Maximus“ alles um das Alte Rom. Anschließend ist eine Gondelfahrt im Wörlitzer Park geplant. Eine Mitgliedschaft im SoVD ist zur Teilnahme nicht erforderlich, Gäste sind willkommen. Nähere Auskünfte und Anmeldung bei: SoVD Günther Rümper, Telefon 0162 25 79 24 92.