Strohhalme und Strohhüte

AWO besuchte Strohmuseum in Twistringen

Schulenburg. Diejüngste Tagesfahrt des AWO Ortsvereins führte die Teilnehmer zum Strohmuseum nach Twistringen. Im einzigen Museum für Strohverarbeitung in Deutschland, erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes über die 300-jährige Geschichte. „Roggenhalme wurden in dieser Gegend früher zwei Meter lang und länger“, informierte der fachkundige Museumsführer den Teilnehmern bei einem Rundgang. Und die langen Halme hatten auch lange Abschnitte zwischen den Knoten in den Halmen. Dies war wiederum Voraussetzung, dass die Strohhalme als Trinkhalme genutzt werden konnten. „Trinkhalme wurden Stück für Stück millionenfach in Handarbeit aus den Halmen gewonnen“, ist Karl-Heinz Dahlke, Vorsitzender der AWO in Schulenburg beeindruckt. Mähdrescher und die aufkommende Kunststoffindustrie waren der Niedergang der langen Geschichte der Strohverarbeitung in Twistringen, deren Produkte weit über Deutschlands Grenzen hinaus eingesetzt wurden. Strohhüte aus Twistringen wurden bei der Baumwollernte in den Südstaaten der USA, aber auch beim Schafscheeren in Australien getragen.