Superstimmung bei Auslandskonzert

Eine tolle Zeit verbrachte der Akkordeon-Club Langenhagen in England.

Akkordeon-Club reist zum vierten Mal nach London

Akkordeon-Club Langenhagen. Am frühen Morgen startete der Akkordeon-Club-Langenhagen 74 mit mehr als 60 Mitfahrern zu seiner 19. Auslandsreise der Vereinsgeschichte. Zum vierten Mal ging es für die Mitglieder und Freunde der Akkordeonmusik nach London Borough of Southwark, der Partnerstadt Langenhagens. Nachdem Akkordeons, Koffer und Schlagzeug und müde Mitfahrer "verstaut" waren, startete das 1. Akkordeonorchester mit vielen Fans und Freunden in Richtung Dünkirchen zur Fähre nach England. Allerdings hatte sich das frühe Aufstehen nicht wirklich gelohnt, da aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens die Fähre um fünf Minuten verpasst wurde. Dies tat aber der Vorfreude und guten Stimmung keinerlei Abbruch, und so erreichten die Mitreisenden gegen Abend das Hotel und nach einer typischen Mahlzeit Fish and Chips fielen alle müde in die Hotelbetten.
Der nächste Morgen versprach viel Programm, so starteten alle mit dem eigenen Doppeldeckerbus zu den Harry-Potter-Studios und ließen sich in die wunderbare Welt der Magie entführen. Beeindruckende Kulissen der Harry-Potter-Filme erwarteten die begeisterten Besucher und auch ein Besenritt oder ein Ausflug mit dem fliegenden Auto war für einige Akkordeonisten vor gigantischen Original-Requisiten möglich. Aber viel Zeit blieb nicht, um die beeindruckenden Momente zu verarbeiten, denn schon ging es weiter zum London Eye, um den sagenhaften Ausblick auf Großbritanniens Hauptstadt mit seinen Sehenswürdigkeiten zu genießen. Ein wenig Angst kam bei den schwindelerregenden Höhen schon auf, doch als man wieder festen Boden unter den Füßen hatte, wollten alle am liebsten noch eine Runde in der gläsernen Gondel drehen. Doch dafür war keine Zeit mehr denn der große Konzertabend stand bereits an. Vor begeistertem Publikum und der anwesenden Bürgermeisterin von London Borough of Southwark zeigten die kleinen und großen Akkordeonisten mit ihrem Dirigenten Dietmar Steinhaus, was man aus dem Instrument alles herausholen kann. Kein Bein stand still bei den fetzigen Rhythmen und nach kurzer Zeit war die Tanzfläche eröffnet. Donnernder Applaus und lauter Jubel der Anwesenden forderte die Spieler zu weiteren Zugaben heraus, und so fand die Auslandsreise hier ihren musikalischen Höhepunkt, Musik kennt einfach keine Grenzen. Auch die mitgereisten Langenhagen Harmony Brothers begeisterten mit ihrem A-Capella-Sound schon nach ein paar Takten die eifrig lauschenden Konzertbesucher und durften ebenfalls erst nach mehreren Zugaben die Bühne verlassen. Eine neue schöne musikalische Erinnerung in der Vereinsgeschichte, denn genau diese Stunden und Momente belohnen alle Spieler, die das ganze Jahr eifrig auf dem Instrument üben und Neues ausprobieren. Am nächsten Morgen stand eine London-Stadtrundfahrt an und ein super deutschsprechender Guide erklärte den Mitreisenden die besonderen Sehenswürdigkeiten Londons. Ein Fotostopp zur Wachablösung am Buckingham Palast durfte dabei natürlich nicht fehlen und auch der Tower mit seiner berühmten Towerbridge wurden im Foto festgehalten. Für die Langenhagen Harmony Brothers stand noch ein ganz besonderer Auftritt auf dem Programm, sie waren von den Organisatoren eingeladen worden zum London Civic Award 2013. Eine Zeremonie, bei der verdiente Persönlichkeiten in der St. George Cathedral öffentlich geehrt werden. Eine vorab entsandte Hörprobe begeisterte die Verantwortlichen so sehr, dass die Harmony Brothers spontan den musikalischen Rahmen mitgestalten durften, und sie begeisterten die Anwesenden mit ihren weichen klangvollen Stimmen. Die anderen Mitreisenden erkundeten währenddessen die Shopping-Möglichkeiten Londons und wurden im skurrilen Viertel mit ausgefallenen Gebäuden mehr als fündig. So wanderten verrückte Schuhe, Taschen, T-Shirts, Bleistifte und sogar eine Porzellantasse von William und Kate in die Gepäckfächer des Reisebusses. Auf Grund der hervorragenden Organisation und der vielen im Vorfeld geführten Gespräche durch den 1. Vorsitzenden Jan Hülsmann war die Reise ein voller Erfolg. Auch die Schriftführerin Birgit Heilmann hat sich viel Mühe gemacht und für das leibliche Wohl, das Zurechtfinden in London und kleine Mitgebsel auf gedruckten ACL-Logobeuteln gesorgt. Die Mitreisenden erreichten nach vier Tagen voller Eindrücke am späten Abend die Heimat und waren sehr erschöpft, aber glücklich. Und in Gedanken waren alle wohl schon bei der nächsten Londonfahrt, die auf Grund von mehrfach ausgesprochener Einladungen der Verantwortlichen in Southwark, vielleicht schon in 2014 zur 300-Jahr-Feier stattfinden wird.