Tauschring war unterwegs

Die Langenhagener Gruppe entdeckte viele Besonderheiten im Puppenmuseum.

Langenhagener zu Besuch im Puppen-Land

Langenhagen. Mitglieder und Freunde des Tauschringes Langenhagen besuchten das Puppen- und Spielzeug-Museum in Garbsen. Die Gruppe wurde von dem Ehepaar Müllmann, in deren Haus das Puppen- und Spielzeugmuseum untergebracht ist, sehr herzlich empfangen. Vor der eigentlichen Besichtigung gab es zunächst einen kurzen Einblick in die Entstehung des Museums.
Alles fing mit einer “Käthe Kruse-Puppe” aus dem Jahr 1981 an, die im Museum zu sehen ist. 1988 fand im Anbau ihres Hauses die erste Ausstellung aus dem bis dahin vorhandenen Sammlungsbestand statt. Im Laufe der Jahre wuchs die Sammlung und Weihnachten 2000 wurde zum ersten Mal in der Zeitung darüber berichtet. Es mussten aber noch weitere drei Jahre bis zur offiziellen Eröffnung des Museums vergehen. Diese fand am 23. November 2003 statt - als Schirmherr fungierte der Garbsener Bürgermeister Wolfgang Galler.
Seit dem gibt es regelmäßige Sonderausstellungen - vor allem in der Adventszeit, dann ist jeden Sonntag geöffnet und viele Gruppen - auch Kindergärten besuchen diese Ausstellungen. Inzwischen geht das Ehepaar Müllmann mit ihren Exponaten auch in Altersheime, gestaltet Schaufenster oder leiht diese für Dekorationen aus.
Im Jahr 2013, zum 10-jährigen Bestehen, wurde das Ehepaar Müllmann von der Stadt Garbsen für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.
Ausgestellt sind nicht nur Puppen (die älteste Puppe ist von 1907), sondern auch Puppenhäuser in vielen Größen und Varianten, weiterhin wunderschöne, noch voll ausgestattete Kaufmanns-Läden, der älteste ist aus dem Jahr 1870 , aber auch Puppenküchen. Ende des 19. Jahrhunderts beschäftigte man die Kinder, indem man kleine Theater und Figuren aus Papier herstellte und damit Stücke aufführte - so ein Theater aus dem Jahr 1895 ist ebenfalls ausgestellt.
Interessant war für die Gruppe auch die Abteilung Barbie. Wer es bisher nicht wusste, konnte hier feststellen, dass die Barbie-Puppe keine Erfindung aus Amerika ist. Anfang der 50-er Jahre wurde von der Bild-Zeitung die “kesse Lilly” kreiert und als Werbefigur herausgebracht. Nach einigen Jahren (1958) wurde dann die Firma Mattel auf diese aufmerksam, formte sie zu einer Modepuppe (Barbie), welche ab 1959 den Markt eroberte und auch heute noch kleine Mädchen erfreut.
Die Vorsitzende des Tauschrings Lotti Schüler berichtet: "Es war ein sehr schöner Nachmittag, der viele Erinnerungen an die Kindheit und an damit verbundene Träume wieder wach werden ließ. Die Ausstellung bringt nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen Freude."