Toller Akkordeonklang beim ACL-Konzert

Die Akkordeonisten lieferten eine reife Leistung ab.

Riesen-Applaus für mehr als 50 Akkordeonisten

Akkordeonclub Langenhagen. Begeistert waren sie, die mehr als 200 Zuschauer, die sich im Forum versammelt hatten, um ein Akkordeonkonzert der ganz besonderen Art mitzuerleben.
Mehr als 50 Akkordeonisten gemeinsam auf einer Bühne, das war ein Klangbild, das wirklich jeden einzelnen der Zuhörer beeindruckt hat.
Der Akkordeon-Club-Langenhagen 74 hat gemeinsam mit dem Akkordeonverein Winsen ein tolles „Projekt“ auf die Beine gestellt und der riesige Applaus der begeisterten Akkordeonmusikfans war eine schöne Belohnung für alle Mitwirkenden.
Das Konzert wurde mit einem Konzerttango von Kim Rehwinkel und Annalena Heinrich eröffnet. Danach folgte die Vorstellung der Wertungsstücke, die die drei Orchester in etwa fünf Wochen bei dem großen Weltweiten Musikfestival in Innsbruck/Österreich einer kritischen Fachjury präsentieren werden. Das Jugendorchester überraschte mit einer Souveränität, die für Spieler in diesem Alter nicht selbstverständlich ist und gab mit der Irish Rhapsody von Ivan Balck einen ersten Einblick in die konzertante Akkordeonmusik, die bei einem weltweiten Wettbewerb verlangt wird. Das Orchester des Akkordeon-Vereins Winsen (Aller) stellte ihr Wertungsstück, die Irische Suite von Matyas Seiber vor und glänzte mit sauberster Darbietung. Das 1. Orchester des ACL 74 präsentierte eine Eigenkomposition des musikalischen Leiters Dietmar Steinhaus und zeigte mit dem Tango Nuevo „Assoluta“, wie leidenschaftlich ein Akkordeon klingt und wie unterschiedlich man musikalische Charaktere darstellen kann. Einmal zupackend männlich und dann wieder leidenschaftlich-sentimental, eben weiblich!
Eine besondere Überraschung gab es für den 1. Vorsitzenden Jan Hülsmann, der locker durch das Programm führte, denn er wurde vom Deutschen Harmonika Verband für zehnjährige Vorstandsarbeit mit einer Urkunde ausgezeichnet.
Im Anschluss spielten die beiden Erwachsenen Orchester gemeinsam die Bohemian Rhapsody von Freddy Mercury/ Queen und mit der Badinerie von Johann Sebastian Bach, in Begleitung von Erika Neufeld auf dem Klavier wurden die Zuhörer in die Pause entlassen.
Der zweite Teil wurde von allen drei Orchestern bestritten und hinterließ bei dem musikbegeisterten Publikum nicht nur einen optisch überwältigenden sondern auch klanglich überragenden Eindruck. Eine logistische und musikalische Höchstleistung so einen großen Klangkörper derartig zum Klingen zu bringen, dies wurde jedoch vom Dirigenten bravourös gemeistert. Ein besonderes Erlebnis, das viele Akkordeonfans bisher noch nicht erfahren hatten und allen Aktiven war die Begeisterung ebenfalls deutlich anzumerken.
Ein Konzert mit einzigartiger Klanggewalt und einem akustischen sowie optischen Ohrenschmaus war das Ergebnis der vielen Übungs- und Vorbereitungsstunden.