Von Feldlerchen und Kiebitzen

Die Teilnehmer beobachteten viele Vögel.

Vogelspaziergang mit dem NABU in der Wietzeaue

Krähenwinkel. Spannende Beobachtungen machten die Teilnehmer des ausgebuchten Vogelspazierganges, den der NABU unter Leitung von Ricky Stankewitz Mitte März durch die Wietzeaue anbot. Startpunkt war am Kreyen Wisch neben dem Krähenwinkler Rodelberg. Mit großzügiger Unterstützung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung hat der NABU Langenhagen hier einen ehemaligen Acker renaturiert. Das Gelände trägt als Teil des Projektes „Lebendige Wietzeaue“ zur Vernetzung der Lebensräume nordöstlich von Langenhagen bei. Stankewitz erläuterte, wie das Gelände gestaltet wurde und welche ersten Erfolge im Artenschutz bereits erzielt wurden. Laut erstem Vogelgutachten profitierten im letzten Jahr bereits 56 Vogelarten direkt von den Maßnahmen auf der Fläche. Und so konnte die Gruppe hier auch gleich Feldlerchen hören und sehen.
Weiter ging es Richtung SPARC-Gebiet. Am kleinen Wäldchen wurde die Gruppe auf einen Schwarzspecht aufmerksam, der nach einigem Suchen nicht nur gehört, sondern auch betrachtet wurde. Auf den Äckern vor dem Aussichtsturm entdeckten die Vogelfreunde neben mehreren Graureihern auch Kiebitze. Die etwa taubengroßen Vögel aus der Familie der Regenpfeifer sind gut an der abstehenden Federholle am Hinterkopf zu erkennen. Der Bodenbrüter ist auf feuchtes Grünland, Wiesen und Weiden angewiesen. Seinen Namen hat sich der Kiebitz übrigens mit seinem Ruf „kie-witt“ selbst gegeben.
Die Teilnehmer des Vogelspazierganges waren gut mit Ferngläsern ausgestattet und beobachteten so auch Mäusebussarde, einen Turmfalken, Silberreiher und einen Schwarm Stare. Der Wiesenpieper, den Stankewitz im vorigen Jahr in der Wietzeaue entdeckt hatte, war zwar noch nicht aus dem Süden zurückgekehrt, dafür kamen der Gruppe aber Kolkraben in der Nähe des Waldsees vor die Linse und auf dem Waldsee selbst wurden verschiedene Wasservögel beobachtet. Neben Blässhühnern und Stockenten trafen die Teilnehmer hier auch einen Kormoran an. Verschiedene Finken- und Meisenarten, Rotkehlchen und Höckerschäne rundeten die Vielfalt, die die Wietzeaue an diesem Vormittag zu bieten hatte, ab. „Die Besucher waren begeistert und werden das Gebiet sicherlich auch in den nächsten Monaten allein erkunden“, freute sich Stankewitz abschließend über die gelungene Veranstaltung.