Walterbachtal und Wasserschloss

MTV Engelbostel-Schulenburg wandert im Deister

MTV Engelbostel-Schulenburg. Vom Ausgangsort Nienstedt am Deister durchquerte die Gruppe das Walterbachtal, ein Naturschutzgebiet im niedersächsischen Flecken Lauenau ( 32 Hektar groß). Das Gebiet liegt innerhalb des Naturparks Weserbergland Schaumburg-Hameln. Genannt ist das Tal nach dem Waltershagener Bach mit seiner circa 50 bis 100 Meter breiten Talniederung und den angrenzenden Hängen im bergigen Waldgebiet des Deister. Der naturnahe Bachlauf mit zum Teil steilen Böschungen wird überwiegend von Auwald begleitet. Das Bachbett wird von Schotterbänken, Sohlstürzen und Kolken geprägt. Der Waltersbach zählt zu den Salmonidengewässern. Er verfügt über Vorkommen von Bachforelle und Mühlkoppe. Das Bachtal ist Lebensraum für Amphibien und Brut-, Rast- und Nahrungsbiotop für zahlreiche Vogelarten. Die Niederung wird von als Weiden genutztem Grünland geprägt. Die mäßig steilen Hänge sind mit Buchen- und Eichen-Hainbuchenwald bestanden und verfügen über Bereiche mit reichen Vorkommen von Frühjahrsblühern.
Vom Parkplatz am Forsthaus Blumenhagen führte Wanderführer Wolfgang in Empfang die Gruppe zum Lokal Felsenkeller in Lauenau, in dem eine ausgiebige Mittagspause eingelegt wurde. Damit sich die Kalorien sich nicht so festsetzen, wurde anschließend eine kleine Ortsbesichtigung durchgeführt. Ziel war der sehenswerte Bürgerpark. Erste Anlaufstelle war die Süntelbuche. Die Süntel-Buche, ist eine seltene Rarität der Rotbuche. Süntel-Buchen beeindrucken durch ihre verdrehten, verkrüppelten, miteinander verwachsenen Äste und ihre sehr kurzen, drehwüchsigen Stämme. Sie wachsen mehr in die Breite als in die Höhe. Dabei erreichen sie nur selten eine Höhe von merhr als 15 Metern. Mit ihren herabhängenden Zweigen bilden die Süntelbuchen zeltähnliche, halbkugel- oder pilzförmige Kronen aus. Die Wuchsform ist erblich, ihre Entstehung aber noch ungeklärt.
Weiter führte der Weg zum Wasserschloss Münchhausen. Es wird auch Schwedesdorf genannt, das Otto von Münchhausen von 1596 bis 1600 erbauen ließ. Otto von Münchhausen war zu der Zeit Drost auf dem Amtsschloss (Wasserburg) und errichtete das Schloss als sein Wohnhaus. Der sechseckige Treppenturm wurde 1606 nachträglich angebaut. Der dreigeschossige Bau im Stil der Weserrenaissance ist seitdem ununterbrochen im Besitz der Familie von Münchhausen. Traurige Bekanntheit erlangte die Wasserburg vor allem dadurch, dass 1694 die Prinzessin Sophie Dorothea von Hannover für ein halbes Jahr hier in Untersuchungshaft festgehalten wurde.
Vom ZOB in Lauenau ging es zurück in die Heimat. Die Gruppe bedankte sich bei Wanderführer Wolfgang Weber, der diese interessante Tagestour organisiert hat.