120 Millionen Euro für 22 Maßnahmen

Reinhard Grindel mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Grindel: Dienst in der Bundeswehr wird attraktiver

Berlin/Heidekreis. „Das Attraktivitätssteigerungsgesetz ist ein Wendepunkt in der Geschichte der Bundeswehr. Arbeitsbedingungen, Vergütung und Absicherung der Soldaten werden den Anforderungen an moderne Streitkräfte angepasst“, betont der örtliche CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel die Bedeutung des jetzt im Bundestag in erster Lesung beratenen Gesetzespaketes. Es umfasst 22 Einzelmaßnahmen, die den Dienst in der Bundeswehr attraktiver machen sollen. Schwerpunkte sind die bessere Besoldung und Versorgung der Soldaten, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Dienst sowie die Einführung von gesetzlichen Arbeitszeitregelungen.
Grindel: „Der Beruf des Soldaten ist kein Beruf wie jeder andere. Deutschland zu dienen, heißt, Verantwortung zu übernehmen. Für diese anspruchsvolle Aufgabe benötigt die Bundeswehr qualifizierte und motivierte Männer und Frauen.“ Die Attraktivität des Dienstes sei eine wesentliche Voraussetzung, um dieses Personal zu gewinnen und langfristig an die Bundeswehr zu binden. Besonders wichtig ist aus Sicht des Bundestagsabgeordneten dafür eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Dienst. „Wir führen erstmalig eine regelmäßige Arbeitszeit außerhalb der Einsätze von 41 Stunden pro Woche ein,“ macht Reinhard Grindel den Soldaten Hoffnung auf besser planbare Dienstzeiten während der Heimatverwendung. Darüber hinaus werden die Zulagen für Tätigkeiten mit besonderen Belastungen, wie Minentauchen, Bunker- und Borddienste, erhöht. Teilweise wurden sie seit dem Jahr 1990 nicht mehr angepasst und werden nun um bis zu 40 Prozent gesteigert. Insgesamt sollen 20 Zulagen verbessert und drei neue Erschwerniszulagen eingeführt werden. Das gesamte Gesetzespaket wird ein Volumen von 120 Millionen Euro alleine für das Jahr 2015 haben und soll die Bundeswehr so nachhaltig attraktiver machen.