AHK trägt zum Klimaschutz bei

Mitarbeiter der Firma Celler Brunnenbau an der Böschung, Deponieberg. Die Probebohrung fördert deponierten Abfall zutage. Durch die Probe lässt sich der organische Anteil im Abfall bestimmen.

Mehr Luft für den Abfallberg

Heidekreis. Im Durchschnitt 20 Meter hoch, 26 Fußballfelder groß und rund 1,7 Millionen Tonnen schwer – der wuchtige Deponieberg im Heidekreis ist nicht zu übersehen. Die Abfallwirtschaft Heidekreis hat mit ihm noch einiges vor. Ab 2017 soll der Abfallberg mit mehr Luft versorgt werden. Nicht dass es sich um einen „Patienten“ handelt, dem die Luft ausgegangen ist. Vielmehr soll Sauerstoff in den Deponiekörper geblasen werden, um die Verrrottung von organischen Anteilen im Abfall zu beschleunigen. Kein Eingriff ohne „Nebenwirkung“, aber eine, die es in sich hat: Durch den schnelleren Abbau der Organik im Abfall sollen nach einer Analyse des Ingenieurbüros für Abfallwirtschaft aus Hamburg mehr Faulgase (Methan) vermeidbar sein. Davon ist Rainer Jäger, Vorstand bei der AHK, überzeugt . „Methan ist ein wesentlicher „Klimaschädling“, weil dieses Gas den Schutzmantel der Erde beschädigt. Unsere Untersuchung besagt, dass etwa 80 bis 90 Prozent „der klimarelevanten Methanemissionen durch die Deponiebelüftung vermeidbar sind“. Ob die Prozentzahlen nun wirklich punktgenau eingehalten werden können, wird sich in der Praxis erweisen. Klimafreundlich ist das Vorhaben in jedem Fall. Es wird vom Bundesumweltministerium mit bis zu 250.000 Euro gefördert.
Mit der Belüftung soll 2017 angefangen werden und bis 2025 dauern. Insgesamt fallen Kosten in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro an. Weil weniger Faulgase enstehen werden, ist eine aufwändige Abdichtung mit Kunststoffbahnen und einer mineralischen Schicht nicht mehr nötig. Es reicht auch eine einfache Dichtung mit Mineralgemisch. Somit können die Kosten wiederum für die Belüftung größtenteils aufgefangen werden.