Eine Frage von Leben und Tod

Johanniter laden ein zu einem Vortrag über Organspende

Schwarmstedt. Das Thema Organspende ist nicht erst seit der Nierenspende des
SPD Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier ins Licht der gesellschaftlichen Diskussion gerückt. Behörden wie die Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung und Organisationen wie die Deutsche Stiftung
Organspende informieren in zahlreichen Aufklärungskampagnen darüber, wie
richtig und wichtig die Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende ist.
Denn der Bedarf an Spenderorganen ist groß. In Deutschland warten 12.000
Menschen auf ein Spenderorgan, auf Niere, Leber, Lunge oder Herz. 2009
konnten knapp 4.000 von ihnen transplantiert werden und damit ein neues
Leben beginnen, nach manchmal jahrelanger Wartezeit. 1.000 Patienten
starben, weil sich kein Spender fand. Bei der Bereitschaft zur Organspende
liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld. Rund 80 Prozent der Deutschen
sind grundsätzlich positiv zur Organspende eingestellt, aber nur 17 Prozent
der Bundesbürger haben einen Organspendeausweis ausgefüllt.
Auch die Johanniter des Ortsverbandes Aller-Leine nehmen sich dieses Themas
an. In der Veranstaltungsreihe „Die Johanniter laden ein“ wird Dr. Rainer
Fritsch, Regionalverbandsarzt der Johanniter aus Hannover, die Organspende
aus christlicher Sicht beleuchten. Wann ist eine Spende eine Spende? Wann
ist der Spender klinisch tot? Welche Rechte haben die Hinterbliebenen? Gibt
es eine praktikable Lösung für alle? Anhand der Wünsche eines
Organempfängers und eines Organspenders, der nach seinem Tode keine
Verfügung zur Organspende hinterlassen hat, wird Fritsch in seinem Vortrag
die sich für alle Parteien darstellenden Probleme ansprechen.
Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 27. Oktober, um 18 Uhr in der
Dienststelle der Johanniter in Schwarmstedt. Weitere Informationen und
Anmeldung unter (0 50 71) 37 37.