Gebühr für Trichinenuntersuchung im Heidekreis ab Januar 2018 zunächst ausgesetzt

Heidekreis. Der Heidekreis setzt zum 1. Januar 2018 die Trichinenuntersuchungsgebühr für selbst entnommene Wildschweinproben wegen der drohenden „Afrikanischen Schweinepest“ aus. Damit soll ein Anreiz für eine verstärkte Bejagung des Schwarzwildes im Heidekreis geschaffen werden.
Sämtliche für den menschlichen Verzehr bestimmten erlegten Wildschweine sind der amtlichen Untersuchung auf Trichinen zu unterziehen. Für jede Untersuchung fällt bislang eine Mindestgebühr von fünf Euro je Probe an. Da eine sehr deutliche Reduktion des hohen Schwarzwildbestandes die erfolgversprechendste Maßnahme ist, um eine mögliche Einschleppung und Ausbreitung der „Afrikanischen Schweinepest“ (ASP) wirksam zu verhindern, hat der Kreisausschuss des Heidekreises am 6. Dezember beschlossen, die Trichinenuntersuchungsgebühr bei selbst entnommenen Wildschweinproben ab dem 1. Januar 2018 befristet auszusetzen. Die ursprünglich aus Afrika stammende hoch ansteckende (Wild-) Schweinseuche hat sich seit dem Jahr 2007 über den Kaukasus und über Russland und die baltischen Staaten bis nach Polen hin ausgebreitet. Dort führte sie zu enormen wirtschaftlichen Einbußen durch Tierverluste und dem Verfall der Schweinepreise. Im Gegensatz zur „Klassischen Schweinepest“ ist die „Afrikanische Schweinepest“ bei Wildschweinen deutlich schwerer zu bekämpfen, da der Virus in der Umwelt äußerst widerstandsfähig ist und über Jahre hinweg zum Beispiel in Knochen von Wildschweinkadavern infektiös bleibt. Eine sogenannte Köder-Schluckimpfung der Wildschweine ist aufgrund der speziellen Viruseigenschaften bislang nicht möglich. Derzeit ist Deutschland noch ASP frei. Die (Wild-) Schweinseuche ist nicht auf den Menschen übertragbar. Alle Anreize für die Jagdausübungsberechtigten, die die Bejagungsintensität auf Schwarzwild erhöhen, werden ausdrücklich begrüßt.
Weitere Informationen zur „Afrikanischen Schweinepest“ stehen auf der Homepage des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit unter www.tierseucheninfo.niedersachsen.de, Rubrik „Anzeigepflichtige Tierseuchen“ – Stichwort „Schweineseuchen/Afrikanische Schweinepest“.