Leben und Werk von Caspar David Friedrich

Kunsthistorischer Dia-Vortrag in der vhs Heidekreis

Walsrode. Am Dienstag, 3. November, wird der Hamburger Kunsthistoriker Dr. Hans Thomas Carstensen erneut in der Volkshochschule Heidekreis zu Gast sein. Diesmal widmet er seinen Diavortrag Caspar David Friedrich. Die Meinungen über den vor genau 175 Jahren gestorbenen Maler Caspar David Friedrich (1774-1840) sind heute geteilt: Gelten seine Landschaften manchen als Spiegelungen der deutschen Seele, so sind sie für andere Inbegriff einer unzeitgemäßen Naturverklärung. Doch es wird zu oft übersehen, was Friedrich eigentlich in erster Linie war: ein moderner Künstler in einer von Umbruch und radikaler Veränderung geprägten Zeit. Leidenschaftlich setzte er sich für die Befreiung von französischer Fremdherrschaft sowie für demokratische Reformen ein. Die Haltung seiner Zeitgenossen ist ein Spiegelbild der damaligen politischen Entwicklung in Deutschland: Seine radikalen Bilder begeisterten anfangs, dann irritierten und verstörten sie, und zum Schluss wurden sie abgelehnt und gerieten für lange Zeit in Vergessenheit. Caspar David Friedrich war zu seinen Lebzeiten politisch und künstlerisch gescheitert; doch die Geschichte hat einen langen Atem, und heute wirkt sein Werk wie ein Fanal zum Aufbruch in die Moderne.
Beginn des Vortrags ist am Dienstag, 3. November, um 19.30 Uhr in der VHS Heidekreis, Kirchplatz 4 in Walsrode. Eine vorherige Anmeldung wird erbeten unter Telefon (0 51 61) 94 88 80, Email info@vhs-heidekreis.de.