Maßnahmen gegen den Wolf gefordert

Heidekreis. Mit einem eindringlichen Appell zur Einleitung weiterer Maßnahmen im Rahmen des Niedersächsischen Wolfsmanagements hat sich Landrat Manfred Ostermann am 1. Februar schriftlich an Umweltminister Olaf Lies gewandt.
Bereits Mitte Januar hatte Ostermann um die Einleitung von Maßnahmen gegen den Wolf im Heidekreis gebeten, weil hier zunehmend über auffälliges und beunruhigendes Verhalten dieser Tiere berichtet wird. Ergänzend dazu wurden dem Ministerium Berichte der  Bürgermeister aus dem Heidekreis vorgelegt. Danach kommt es auch im Bereich der Wohnbebauung der Kernstädte, zum Beispiel in Walsrode, zu Wolfssichtungen und auffälligem Verhalten dieser Tiere. Es wird festgestellt, dass die Wölfe jegliche Scheu verlieren beziehungsweise über keinerlei Scheu vor dem Menschen verfügen.
Unter anderem wurde aus Schneverdingen von wiederholten Wolfssichtungen auf privatem Grundstück berichtet. In und um Bispingen seien bis zu vier Wölfe mittlerweile allgegenwärtig. Schafsrisse hätten zu erheblicher Unruhe bei den Tierhaltern geführt. Viele Hobbyschafhaltungen seien aufgegeben worden. Manche Menschen hätten lieb gewonnene Verhaltensweisen, wie Spaziergänge in Wald und Heide sowie Outdooraktivitäten von und mit Kindern eingeschränkt oder aufgegeben.