Nahwärmeprojekt „grüne Energie für Lindwedel“

Lindwedel. Nach dem öffentlichen Informationsabend im Januar, ist die Projektgruppe
„Nahwärmeversorgung Lindwedel“, weiter aktiv geworden. Die geäußerten Bedenken hinsichtlich der Versorgungssicherheit und die mit der Gründung einer Energiegenossenschaft verbundenen Auflagen, haben zu neuen Überlegungen für den Netzausbau und den Betrieb geführt. Der Initiator Detlev von Bestenbostel hat Kontakt zu einigen Betreibern vergleichbarer Nahwärmenetze aufgenommen. Bei einem gemeinsamen Termin mit dem projektbegleitendem Ingenieurbüro INeG, dem Betreiber der Biogasanlage und Vertretern des möglichen Betreibers wurden konkrete weitere Maßnahmen vereinbart.
Ziel bleibt weiterhin Teile der Gemeinde Lindwedel (nördlich der Bahn) und das Neubaugebiet „Am Grabenkamp“ günstig und langfristig mit regenerativer Energie aus der angrenzenden Biogasanlage zu versorgen.
Zusammen mit den Betreibern ist geplant die Nahwärmeerschließung in zwei Bauabschnitte aufzuteilen. Zunächst soll die Wärmetrasse von der Biogasanlage bis zum Neubaugebiet „Am Grabenkamp“ und die innere Erschließung des Gebietes erfolgen. Dies würde bedeuten, dass die neuen Eigentümer durch einen Nahwärmeanschluss die Wärme als „fertiges Produkt“ ins Haus geliefert bekommen. Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (EE-Wärmegesetz, Energieeinsparverordnung) wird durch den hohen Anteil regenerativer Energiequellen sichergestellt. Damit sind abgesehen von einem einmaligen Baukostenzuschuss für den Hausanschluss keine weiteren Investitionskosten für eine neue Heizung für den Bauherrn erforderlich.
Im zweiten Abschnitt ist geplant, in den kommenden zwei Jahren die vorhandenen Häuser nördlich der Bahn an die Nahwärme anzuschließen. Die bisherige erste Abfrage hat ein Interesse von circa 40 Eigentümern ergeben, das entspricht etwa 50 Prozent der Kapazität des Netzes. Eventuell soll eine zusätzliche Absicherung der Wärme über ein separates Heizhaus erfolgen. Sobald die endgültigen einmaligen und laufenden Kosten feststehen, rechnen die Betreiber mit genügend Interessenten. Die wesentlichen Vorteile für den Anschluss an die Nahwärme darin, dass keine Sanierung der alten Heizung (Gas/-Ölheizungen) mehr erforderlich ist. Damit sichern sich Hausbesitzer eine effiziente, wirtschaftliche und nachhaltige Wärmeversorgung mit geringen Unterhaltskosten zu langfristig günstigen Verbrauchspreisen. Durch dein Einbau kompakter Übergabestationen spart darüber hinaus noch Platz. So ist der Heizraum zusätzlich nutzbar, es sind keine Abgassysteme, Schornsteine und Brennstofflager mehr erforderlich. Lediglich die Anschlüsse an die vorhandene Verteilung innerhalb des Hauses wäre durch den Hausbesitzer zu tragen.
Um das Projekt erfolgreich umsetzen zu können, müssen sich noch Interessenten zum Anschluss an das Nahwärmenetz finden.
Sollte noch Interesse bestehen und es wurde noch kein Fragebogen abgegeben oder Rückfragen bestehen, so ist der Ansprechpartner Detlev von Bestenbostel unter Telefon (0 50 73) 92 31 68 oder per E-Mail unter AAA@vonBestenbostel.de zu erreichen.