14 Personen vermisst

Ortswehren Schwarmstedt, Bothmer und Norddrebber proben den Atemschutzernstfall

Schwarmstedt. Bei einer kürzlich erfolgten Einsatzübung probten die freiwilligen Feuerwehre Schwarmstedt Bothmer und Norddrebber den Atemschutzernstfall. Die Lage stellte sich dabei wie folgt dar: Bei Dacharbeiten am alten Schleckergebäude in der Bahnhofstraße war ein Teerkocher umgestürzt und hatte das Dach in Brand gesetzt. Durch widrige Umstände konnte das Feuer nicht mehr selbst und Kontrolle gebracht werden und hatte sich binnen kürzester Zeit weiträumig ausgebreitet. Hierdurch waren insgesamt 14 Personen (diese Anzahl war zu Übungsbeginn noch unbekannt) auf dem Dach und im Gebäude eingeschlossen worden und mussten durch die eintreffenden Einsatzkräfte gerettet werden.
Mit insgesamt 38 Einsatzkräften und sieben Fahrzeug wurde mit der Abarbeitung des Einsatzszenarios begonnen. Wie eingangs erwähnt lag der Schwerpunkt hierbei vor allem darin, dass Arbeiten unter Atemschutz – insbesondere das Zusammenarbeiten mehrerer Trupps untereinander – zu trainieren. Insgesamt neun Trupps waren während der gesamten Übung im Einsatz und wurden zunächst an der Atemschutzsammelstelle ausgerüstet und nummeriert, ehe sie peu à peu zum Einsatz kamen. Hierbei wurden sie dann ständig durch die ebenfalls eingerichtete Atemschutzüberwachung kontrolliert. Über Steckleiter und mit Wärmebildkamera gingen die Einsatzkräfte auf und in das Gebäude vor. Hierbei befreiten sie insgesamt 14 Personen (teilweise ansprechbar und eigenständig gehfähig, teilweise bewusstlos und/oder nicht eigenständig gehfähig) und übergaben diese am Verletztenablageplatz an die Rettungskräfte (simuliert; es waren keine gesonderten Rettungskräfte in die Einsatzübung eingebunden).
Um die Wasserversorgung ausreichend gewährleisten zu können, musste außerdem die Wasserbrücke aufgebaut und über der B 214 in Stellung gebracht werden. Darüber hinaus galt es die Einsatzstelle großräumig abzusichern.
Nach Übungsende galt es zunächst Fahrzeug und Gerät wieder herzurichten, ehe man in der Abschlussbesprechung die Übung noch einmal Revue passieren ließ. Hierbei war man sich unter anderem darin einig, dass die Zusammenarbeit der einzelnen Wehren und der Trupps unter Atemschutz gut geklappt, aber sicher noch nicht das Optimum erreicht habe. Auf jeden Fall hätte man für den Ernstfall wieder einiges dazu gelernt und den eigenen Ausbildungsstand erneut nachhaltig verbessert. Mit einem kleinen Imbiss im Feuerwehrhaus Schwarmstedt klang der Übungsdienst dann anschließend allmählich aus.
Ein besonderer Dank sei an dieser Stelle noch einmal der Jugendfeuerwehr Gilten ausgesprochen, die insgesamt acht verletzte Personen stellte, welche es den Einsatzkräften nicht immer ganz leicht machten.