Abschiedsschmerz für Schüler

Jubel bei den Haupt- und Realschülern: Endlich fertig mit der Schule. Foto: KGS Schwarmstedt

Haupt- und Realschüler mit stimmungsvoller Feier entlassen

Schwarmstedt. Die Feierlichkeiten zur Zeugnisvergabe des Haupt- und Realschulzweiges fanden erstmals an einem Freitagmittag statt, wie immer in einem besonders feierlichen Rahmen und die Mensa war wieder fast bis auf den letzten Platz besetzt. Gesamtschuldirektor Tjark Ommen begann seine Rede mit dem Zitat Wilhelm Röpkes, das auch den Leitsatz des Leitbildes der Schule bildet. Jeder der Schülerinnen und Schüler kennt das Zitat und weiß, dass Röpke als Namensgeber der Schule stets präsent ist. Spricht er doch aus, was die Schule den jungen Leuten mit ins Leben geben will, dass es im Leben wichtigeres gibt als käufliche Dinge, dass es „um die unverkäufliche Welt jenseits des Marktes“ geht. In seiner Rede ging Ommen auch auf die Statue Röpkes ein, die gerade vor der Schule entstand, auch sie wurde Stück um Stück erschaffen, genau wie die jungen Menschen, die ihm gegenübersaßen. Mit einem Grundgerüst, wenn auch nicht aus Eisen und mit groben fertigen Bestandteilen. Den Feinschliff, der zu dem Zeitpunkt der Staue noch fehlte, wird das weitere Leben bewirken, in der Lehre, in der Familie, im Beruf. Ommen fuhr fort: „Als Lehrkräfte haben wir einen Bildungsauftrag. Wir müssen euch etwas beibringen, wir müssen euch bewerten und beurteilen. Diese Aufgabe verlangt eine Distanz, die wir zu euch wahren müssen. Das bedeutet auch, dass wir neutral sein müssen und dass wir euch nicht immer zeigen können, wie gerne wir euch um uns haben und wie gerne wir euch auf eurem Weg begleiten. Ich möchte, dass ihr nie vergesst, dass ihr bei uns immer willkommen seid und dass ihr bei uns ausgebildet wurdet. Wir werden immer weiter für euch da sein.“ Spätestens hier wurde den Entlassschülern und -schülerinnen klar, dass dies der Abschied aus der KGS ist, dass sie in Zukunft „nur“ noch als Gäste willkommen sind. Ommen beendete seine Rede mit einer Liedzeile Campinos von den Toten Hosen, die auch schon auf den Abschlussball einstimmen sollte: An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit.
Lang anhaltender Applaus und feuchte Augen bei vielen Zuhörern zeigte Ommen, dass der Inhalt seiner Rede verstanden worden war.
Der stellvertretende Landrat Oliver Schulze wünschte den Jugendlichen im Namen des Schulträgers eine erfolgreiche Zukunft. Die Wünsche der Samtgemeinde überbrachte die stellvertretende Samtgemeindebürgermeisterin Claudia Schiesgeries, die gemeinsam mit Hans-Wilhelm Frische, Werner Bartsch, Erich Lohse, Heinz-Jürgen Behrens und Regina Friede die Poltik und Verwaltung des Schulortes vertrat.
Die stellvertretende Schülersprecherin Luisa Grosso dankte den engagierten Schülerinnen und Schülern aus dem Jahrgang und wünschte allen ein erfolgreiches glückliches Leben.
Elternvertreter Hermann Heinemann ging in seiner Abschlussrede auf das Engagement der Eltern ein, die nicht nur zu einem recht hohen Anteil im Eltern- und Förderkreis Mitglieder sind, sondern auch im Schulelternrat und in den Klassen dazu beitragen, das die Arbeit klappt. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann es gelingen, die jungen Menschen auf das Leben vorzubereiten.
Die guten Wünsche der Realschulzweigleiterin Hildegard Rohmann und des Hauptschulzweigleiters Jens Weber rundeten das Bild ab. Jedem Zuhörer war klar, eine Schule für alle Kinder entlässt diese ins Leben.
Die Klassenlehrer/innen Caterine O´Farrill, Jens Weber, Karin Engelke, Liane Nieber, Anja Bode und Ina Lamster richteten dann noch jeweils ein paar Worte an ihre alten Klassen, überreichten die Zeugnisse und eine Rose an alle. Die Schülervertreter/innen bedankten sich teilweise mit kreativen Ideen bei ihren „Ex“-Lehrer/innen und vertieften die Gedanken beim anschließenden Empfang im Foyer des Neubaus.