Alkoholtestkäufe im Heidekreis

Fester Bestandteil der Präventionsarbeit

Heidekreis. Ein mittlerweile fester Bestandteil der Präventionsarbeit der Polizeiinspektion (PI) Heidekreis und des Fachbereiches Kinder, Jugend und Familie des Heidekreises sind seit dem Jahr 2009 die regelmäßig durchgeführten Alkoholtestkäufe. Die Zeugnisferien 2017 sowie einige Tage zuvor nutzten die
Verantwortlichen, Fritzi Fabert und Frank Rohleder (PI Heidekreis) und Frau Binner (Fachgruppe Jugendpflege beim Heidekreis), um mit den diesjährigen Kontrollen zu beginnen.
Die minderjährigen Jugendlichen tätigten ihre Kaufversuche in Supermärkten, Getränkeshops und Tankstellen im gesamten Bereich des Heidekreises. Im Nordkreis wurden in den Ortschaften Soltau, Neuenkirchen und Schneverdingen zwölf Kontrollen durchgeführt. Im Südkreis wurden die Gemeinden Schwarmstedt, Bomlitz und Hodenhagen aufgesucht. Dort gab es insgesamt 14 Überprüfungen. Die Auswahl der aufgesuchten Orte ergab sich aus den Ergebnissen der vergangenen Testkäufe, Auffälligkeiten, die der Polizei oder der Jugendpflege bekannt gemacht wurden und natürlich dem Wohnort der jugendlichen Testkäufer. Diese werden nie in der Nähe ihres Wohnortes beziehungsweise ihres persönlichen Umfeldes eingesetzt.
Bei den zwölf Kontrollen im Nordkreis wurde den Minderjährigen neun Mal hochprozentiger Alkohol verkauft. Bessere Zahlen gab es im Südkreis: 14 Testaktionen mit sechs Verstößen. Die Beanstandungsquote
von 75 Prozent beziehungsweise 43 Prozent liegt damit deutlich höher als im letzten Testjahr. 2016 lag diese im Nordkreis bei 22 Prozent und im Südkreis bei 37,5 Prozent. Weitere Testkäufe werden zeigen, ob die Beanstandungsquote in Zukunft
erfreulicher ausfällt und zu mehr Aufmerksamkeit und Verantwortung
seitens des Kassenpersonals führen. Das Ergebnis eines Testkaufs wurde stets gleich im Anschluss an den Kaufversuch mit dem Verkaufspersonal besprochen. Hierbei wurde das korrekte Verhalten ausdrücklich gelobt, wenn den jugendlichen
Testkäufern der Alkoholkauf vorenthalten wurde.
Die „erfolgten“ Verkäufe hochprozentigen Alkohols an die minderjährigen Testpersonen stellen Ordnungswidrigkeiten dar. Dem betroffenen Kassenpersonal wurde die Eröffnung des Bußgeldverfahrens angekündigt.