Ampelanlage in Essel wurde abgelehnt

Essel. Mit Erstaunen nahmen sowohl die anwesenden Zuschauer als auch die Ratsmitglieder der SPD am Montag, 25. Juni, bei der Ratssitzung der Gemeinde Essel das Abstimmungsverhalten der UWG und der anwesenden CDU-Ratsmitglieder zur Kenntnis. Stimmten sie doch gegen den SPD-Antrag zum Bau einer Fußgängerampel am Ortseingang Essel auf der Schwarmstedter Straße in Höhe Schmiedeweg. Zu teuer und nicht nötig für die wenigen Fußgänger, das waren die wenig stichhaltigen Argumente der Gegner dieses Anliegens. Die Ratsmitglieder der SPD und Bürgermeister Block (CDU) stimmten für den Antrag, konnten sich bei Stimmengleichheit aber nicht durchsetzen. Zuvor hatten betroffene Anwohner leidenschaftlich für eine Verkehrsberuhigung auf der Schwarmstedter Straße plädiert.
„Die hohen Geschwindigkeiten die immer wieder am Ortseingang aus Richtung Schwarmstedt gefahren werden, sind Auftrag für uns, alles Menschenmögliche zu unternehmen, um hier ein sicheres Überqueren der Straße für Kinder und Senioren zu ermöglichen“, so SPD-Fraktionssprecher Jürgen Hildebrandt. „Was sind schon 25.000 Euro im Vergleich zu einem Menschenleben?“, fragt sich Jürgen Hildebrandt weiter, zumal die finanzielle Situation der Gemeinde Essel eine solche Ampelanlage ohne Verzicht auf andere Maßnahmen verkraften könnte.
Die SPD machte in der Diskussion mehrfach deutlich, dass die Ampelanlage die einzige realistische Maßnahme war, die die Gemeinde Essel auf der Kreisstraße mit Zustimmung des Landkreises Heidekreis als Eigentümer der Straße hätte veranlassen können. Andere Gemeinden wie Buchholz, Norddrebber, Hademstorf und Hodenhagen sind mit guten Beispiel vorangegangen und haben zum Schutz ihrer Bürger auf eigene Kosten Ampelanlagen angeschafft.
Besonders verärgert zeigte sich die SPD-Fraktion über das Verhalten der UWG-Fraktion und CDU-Ratsmitglieder, denn die Maßnahme Ampelanlage wurden bereits seit Mitte 2017 diskutiert und auch einstimmig in den Haushalt 2017 und 2018 eingestellt, jedes Mal ohne Widerspruch oder eigene Ideen. Die SPD-Fraktion wird das Thema nicht ruhen lassen und weiterhin Anträge einbringen, um die Verkehrssituation auf der Kreisstraße und auf der L 190 zu entschärfen.