„Arbeitsbedingungen verbessern“

Die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper ließ sich von Schulleiter Tjark Ommen die KGS zeigen.

Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper besucht KGS in Schwarmstedt

Schwarmstedt. Der Einladung des neuen Gesamtschulleiters Tjark Ommen folgend, besuchte die Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper (CDU) kürzlich die Wilhelm-Röpke-Schule in Schwarmstedt. Interessiert ließ sie sich den aktuellen Baufortschritt präsentieren und über zukünftige Pläne informieren. „Wenn im November die Baumaßnahmen abgeschlossen sind, dann haben wir hier einen sehr guten Stand“, betonte Ommen. Die 1350 Schüler können sich dann über neue Klassenräume und renovierte naturwissenschaftliche Räume freuen. Zusätzlich wird 2011 der Umbau des Sportplatzes vollendet. Pieper lobte ausdrücklich wie positiv diese Entwicklung für den gesamten Schulstandort in der Samtgemeinde Schwarmstedt sei. Für Schüler ist die kooperative Gesamtschule dann genauso interessant, wie für die Lehrkräfte, fügte Ommen hinzu.
Ein besonderes Anliegen ist dem Schulleiter allerdings eine verbesserte Unterbringung für die 100 derzeit tätigen Pädagogen. Die zwei vorhandenen Lehrerzimmer sind in den Pausen komplett überfüllt. Eine Rückzugsmöglichkeit ist nicht vorhanden. Die sieben Schulleitungsmitglieder, die zudem im gesamten Haus verteilt sind, müssen sich, jeweils zu zweit, ein Büro teilen. Die acht Fachbereichsleiter haben kein Büro. Ommen hat Sorge, dass Lehrkräfte diesen Bedingungen nicht lange standhalten können und wollen. Die Errichtung eines „Ruhearbeitsraumes“ und die Schaffung von Einzelbüros für die Schulleiter ist damit sein wichtiges Ziel. „Somit binden wir auch langfristig gut ausgebildete Lehrkräfte an diesen attraktiven Schulstandort und können die Unterrichtsversorgung sicherstellen“, so Schulleiter Ommen. Pieper sicherte zu, dem Anliegen der KGS im Kreistag Rechnung zu tragen Insgesamt sieht Schulleiter Ommen die Schullandschaft im Landkreis Soltau-Fallingbostel als sehr positiv. Als Mitbegründer des „Neustädter Modells“ hatte er niedersachsenweit Einblicke in unterschiedliche Schulstrukturen in Niedersachsen. In dem gemeinsamen Gespräch brachte er zum Ausdruck, dass er über die Diskussion der Parlamentarier im Niedersächsischen Landtag zu dem Modell schon sehr erstaunt war. „Es macht schon wütend, wenn durch Unkenntnis und nicht vorhandener Fachlichkeit das Neustädter Modell von Abgeordneten zerredet wird, zumal wir erst vorher einen landesweiten Preis dafür erhalten haben. Zudem sind auch falsche Aussagen gemacht worden. Am liebsten wäre ich aufgesprungen und hätte dies richtig gestellt, aber dazu hatte ich keine Legitimation“, so Ommen.
Abgeordnete Pieper konnte ihm nur beipflichten, zumal sie nach wie vor in dem ‚Neustädter Modell’ für viele Schülerinnen und Schüler eine Chance sieht und Vertreterin der Vielfalt im schulischen Bereich ist. Ihr kommt es darauf an, dass alle Schülerinnen und Schüler bestmögliche Lernbedingungen vorfinden und der Landkreis hat hierzu in den letzten Jahren in Millionenhöhe viel geleistet: Ausbau des Ganztagschulbereiches, Bau von Mensen, Neubau der Förderschule in Schwarmstedt, zusätzliche Fachgymnasialzweige an den Berufsbildenden Schulen sind nur einige Beispiele. „Wohnortnahe Beschulung in einem durchlässigen Schulsystem bietet jeder Schülerin und jedem Schüler jegliche Chancen für die Zukunft“, so Pieper abschließend.