Außerordentlich ehrenamtlich

Eine starke Truppe: Zur Schnell-Einsatz-Gruppe des Johanniter Ortsverbandes Aller-Leine gehören insgesamt 36 Mitglieder. Zwölf von ihnen wurden jetzt für ihre ehrenamtlich geleisteten Stunden Leistungsabzeichen verliehen. Foto: U. Fischer

Zwölf Mitglieder der Johanniter Schnell-Einsatz-Gruppe erhalten Leistungsabzeichen

Heidekreis. Die Johanniter-Unfall-Hilfe verleiht das Leistungsabzeichen in Gold ab acht Jahren Mitgliedschaft und bei mindestens 4.000 ehrenamtlich geleisteten Stunden. 4.000 Stunden, das sind 500 Tage à acht Stunden oder 250 ganze Samstage und Sonntage oder fast fünf Jahre jedes Wochenende sozusagen Vollzeitdienst. Und das freiwillig, uneigennützig und unentgeltlich, eben ehrenamtlich.
Die Johanniter Olaf Pape, stellvertretender Leiter der SEG, und Lehrrettungsassistent Detlef Schulz haben jetzt durch den Ortsbeauftragten Hermann Völker das Leistungsabzeichen in Gold verliehen bekommen. Das silberne Leistungsabzeichen für fünf Jahre Mitgliedschaft und mindestens 2.000 Dienststunden erhielten Jenifer Salchow und Nancy Heine. Für drei Jahre Mitgliedschaft und mindestens 1.000 Dienststunden wurden Jana Fingerhut, Thomas Rauch, Katrin Redlich, Benjamin Troschke, Melissa Rode und Alisa Ahrens mit dem Leistungsabzeichen in Bronze ausgezeichnet.
Als besondere Anerkennung für ihre Verdienste überreichte Hermann Völker dem Leiter der SEG, Michael Grunwald, und dem Koordinator Sanitätsdienste, Benjamin Hendrich, das Ehrenzeichen der Johanniter-Unfall-Hilfe. Dieses wird frühestens vier Jahre nach Beantragung durch den Bundesverband an ehrenamtlich tätige Mitglieder verliehen, die schon alle drei Leistungsabzeichen erreicht haben.
Völker dankte den Geehrten für ihre geleistete Arbeit: „Auf unsere SEG sind wir in außerordentlichem Maße stolz. Euer bürgerschaftliches Engagement ist unbezahlbar und es hält unsere Gesellschaft zusammen. Aber Ehrenamt bedeutet auch Verzicht. Ihr als Helfer opfert Eure Freizeit, Ihr seid viele Stunden Eures Wochenendes für die SEG im Einsatz. Und das tut Ihr mit einer unermüdlichen Begeisterung und Hingabe. Das verdient unsere besondere Wertschätzung und Anerkennung!"
Die SEG des Ortsverbandes Aller-Leine ist eine eigenständige Gruppe des Katastrophenschutzes. Zum Zuge kommt sie vor allem dann, wenn die Kapazitäten des täglichen Rettungsdienstgeschehens bei einer Großschadenslage an ihre Grenzen stoßen, wie beispielsweise bei dem Giftgasunfall der Firma Kraft in Bad Fallingbostel Ende vergangenen Jahres. Die Fachkräfte einer SEG, Sanitätshelfer, Rettungssanitäter, Rettungsassistenten und Lehrrettungsassistenten sind auf solche Ereignisse vorbereitet und dahingehend taktisch wie medizinisch ausgebildet. Die benötigte Technik und das Material werden zum großen Teil von den Hilfsorganisationen selbst und teilweise von Bund, Bundesländern oder Landkreis ergänzend gestellt.
Darüber hinaus sichert die SEG auch Veranstaltungen jeglicher Art mit Helfern und Material sanitätsdienstlich ab. Im vergangenen Jahr waren die 36 Mitglieder der SEG des Ortsverbandes Aller-Leine bei rund 70 Veranstaltungen eingesetzt, darunter auch Großveranstaltungen wie die Motorrad-Sternfahrt und das Open-Air-Konzert von Hit-Radio Antenne im Heide-Park Soltau.