Barrierefreiheit für den geplanten Spielplatz am Hallenbad sicherstellen

In der Sitzung des Ausschusses Sport-, Jugend-, Kultur- und Soziales wurde um Nachbesserung bezüglich der Barrierefreiheit auf dem Spielplatz am Hallenbad gebeten.
Schwarmstedt. „Unser Ziel muss sein, den öffentlichen Raum in Schwarmstedt möglichst barrierefrei zu gestalten“, fordert CDU-Fraktionschef Sascha Rosenberg. Hintergrund der Forderung ist die geplante ‚Anlegung eines Rundweges mit Erlebnisstationen inklusive Umgestaltung des Spielplatzes am Hallenbad‘. Von der Planung her begrüßt die CDU-Fraktion die Vorlage der Verwaltung, doch scheint in einigen Punkten die Barrierefreiheit sich lediglich auf die Zuwegungen zu beschränken. In ihrer Fraktionssitzung befassten sich die CDU-Ratsmitglieder eingehend mit der Planung des Spielplatzes am Hallenbad. Ihnen ist aufgefallen, dass es eine barrierefreie Zuwegung gibt, jedoch die einzelnen Spielangebote nicht unbedingt barrierefrei gestaltet sind, so dass behinderte Kinder nur ein beschränktes Angebot vorfinden. „Und gerade sie sollen doch ebenfalls ein attraktives Spielangebot vorfinden und nicht nur zum Zuschauen dabei sein. Kinder mit Behinderung wollen spielen wie alle anderen Kinder und können somit ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern,“ bemerkte CDU-Ratsmitglied Steffen Rabe.
In der Sitzung des Ausschusses Sport-, Jugend-, Kultur- und Soziales machte das CDU-Mitglied Gudrun Pieper bereits in der Planungsvorstellung darauf aufmerksam und bat das Planungsbüro ‚Stadtlandschaft‘ aus Hannover um Nachbesserung. „Wir sprechen von Inklusion, von Teilhabe, handeln aber im öffentlichen Raum nicht immer danach. Deswegen haben wir als CDU-Fraktion nun auch den Antrag gestellt, dies in der Planung, mit hoffentlich breiter Mehrheit, sicherzustellen,“ so Pieper.
„Das Schaffen von Barrierefreiheit in öffentlichen Räumen hat sich mittlerweile zu einem sozialen und baulichen Qualitätsmerkmal entwickelt und wird aufgrund der demographischen Entwicklung zukünftig noch weiter an Wichtigkeit gewinnen und letztendlich auch ein Standortfaktor für unsere Kommune sein,“ so Fraktionschef Rosenberg weiter. Jedoch kann die Umsetzung von Barrierefreiheit nur schrittweise erfolgen und muss sich auch nach den örtlichen Begebenheiten richten. „Dennoch können wir mit dem geplanten Spielplatz einen weiteren Beitrag dazu leisten, die schrittweise Umsetzung innerhalb unserer Gemeinde fortzuschreiben. In einigen Geschäften hat man sich dem Thema bereits angeschlossen und den barrierefreien Zugang ermöglicht. Jetzt können wir mit dem neuen Spielplatz das große Thema Teilhabe angehen. Wir haben dazu auch einige Beispiele der Verwaltung unterbreitet. Natürlich wollen wir uns in dem dafür vorgesehenen Kostenrahmen bewegen, aber barrierefreie Angebote sind nicht unbedingt teurer und können von allen genutzt werden,“ bemerkte Gudrun Pieper, die auch behindertenpolitische Sprecherin der CDU Landtagsfraktion ist. Die CDU Fraktion wirbt sehr darum, dass ihr Antrag eine breite Mehrheit findet, „denn jetzt haben wir hierzu die einmalige Chance,“ bemerkte Sascha Rosenberg abschließend.