Björn Gehrs überreicht KGS-Kulturführerschein

Fachbereichsleiter Ästhetik Johnny Groffmann, Projektleiterin Claudia Macke, Klassenlehrerin Kristina Peper, die Neustädter Künstlerin Anna Konarski und Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs mit einigen der Künstlerklassenabsolventen.

Wilhelm-Röpke-Schule verlieh zum zweiten Mal Zertifikat an Künstlerklasse

Schwarmstedt. Seit fünf Jahren können Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Röpke-Schule an einem ganz besonderen Projekt teilnehmen, der Künstlerklasse. Schon viel länger hat die Schule auf den ästhetischen Bereich ein Augenmerk gehabt und Kunstausstellungen in den Räumen des Uhle-Hofs, der Kreissparkasse oder im Schulgebäude veranstaltet. Diese werden den Schwarmstedtern genauso in Erinnerung sein wie die langjährige Zusammenarbeit mit der Kunstschule PINX. 2008 begann in Kooperation mit der Kunstschule unter dem Namen „Gestaltungsklasse“ ein Ganztagsangebot, das im Rahmen des Pilotprojekts „Lebens Kunst Lernen“ des Bundes ein Jahr lang durch die Bundesvereinigung Kultureller Jugendbildung gefördert wurde.
Im Gegensatz zu allen Aktivitäten vorher, verpflichten sich die Kinder, vertreten durch ihre Eltern, für vier Jahre zusätzliche Angebote im Bereich der Gestaltung wahrzunehmen. Sie können damit in aller Ruhe die verschiedenen Bereiche der ästhetischen Bildung angehen und lernen durchzuhalten.
So haben die jetzt am Tag der offenen Tür feierlich verabschiedeten Jugendlichen in den vier Jahren durch die Architektin Hildegard Strutz, durch die Esseler Künstlerin Sigrun Heinemann-Fischer, durch den Bildhauer Dieter Homeyer, durch den Graphiker Harry Natuschka und durch den Werklehrer und Tischlermeister Norbert Kunz zusätzliche Unterrichtsstunden erhalten, die ihre künstlerische Wahrnehmung und ihr handwerkliches Geschick gefördert haben. Im laufenden Schuljahr, also der achten Klasse, bearbeiteten sie gemeinsam mit der Neustädter Künstlerin Anna Konarski das Thema „Mensch-Natur-Technik“ und stellten unter anderem drei großformatige Bildercollagen her, die ihren Klassenraum schmücken werden.
Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs ließ es sich nicht nehmen, den Schülerinnen und Schülern zum Ende dieser Zeit einen „Kulturführerschein“ zu verleihen, der diese Leistungen dokumentiert. Das Zertifikat ist sicher ein wichtiger Bestandteil einer Bewerbungsmappe, zeigt es doch, dass man im Bereich Handwerk und Ästhetik besonders gefördert wurde.
Björn Gehrs lobte den ganzheitlichen Bildungsansatz, der den Weg der Anerkennungskultur geht und zeigt, dass die KGS nicht nur im Rahmen der Berufsfindung eine „Starke Schule“ ist. Das Lernen mit Kopf, Hand und Herz macht Mut und sucht die Stärken der Jugendlichen. So waren dann auch die Projektleiterin Claudia Macke, die Klassenlehrerin Kristina Peper und die Künstlerin Anna Konarski, die gemeinsam mit Gehrs auf der Bühne der Mensa die Urkunden überreichten, sichtlich stolz, dass die Jugendlichen es geschafft haben, die vier Jahre erfolgreich abzuschließen.